Bis einschießlich Mittwoch entsteht über Deutschland mit einem Randtief, später abtropfenden System in Richtung Südosten, eine Wetterlage mit Unwetterpotential - zumeist in Form von Starkwindereignissen über exponierten Lagen und an der Küste. Darüber hinaus lässt nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum zwischen dem 23./31. Oktober die Dynamik deutlich nach. So verlagert sich das Sturmtief weiter nach Südosten und löst sich bis zum 25./26. Oktober über der östlichen Mittelmeerregion allmählich auf. Gleichzeitig kann sich zwischen dem westlichen Mittelmeer und dem nordöstlichen Europa eine Hochdruckbrücke aufbauen. Über dem Atlantik bleibt die Tiefdruckaktivität aktiv, jedoch schafft es die Frontalzone nicht - aufgrund der blockierenden Wirkung der Hochdruckbrücke - sich über Skandinavien zu positionieren. Vielmehr werden die Tiefdruckausläufer von Südwest nach Nordost abgelenkt, was in Folge daraus im Zeitraum zwischen dem 23./31. Oktober zu einer überwiegend dominierenden Südwestwetterlage führen kann. Der Grundcharakter wäre im Nordwesten wechselhafter als im Südosten, aber mit Tageswerten zwischen +13/+18 Grad kann es wieder relativ warm werden. Da europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Variante, bei der das Hoch aber noch etwas weiter im Osten positioniert ist - erst im Zeitraum zwischen dem 28./31. Oktober füllt sich der Mittelmeerraum mit hohen Luftdruck. Die Schlüsselrolle für die kommende Wetterentwicklung liegt heute erneut in der Position des Hochdrucksystems - je nachdem wo das Hoch tatsächlich liegen wird, ergeben sich drei mögliche Varianten: liegt es im Osten, so liegt Deutschland in einer relativ warmen und wechselhaften Südwest bis Südströmung; liegt es über Mitteleuropa, so ist nach teils zäher Nebelauflösung mit klassisch "goldenem Oktoberwetter" zu rechnen und liegt es weiter westlich, so könnte Deutschland auf die kühle und teils wechselhafte Ostseite des Hochs gelangen. Welche Variante ist am wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe sind sich nach den kühlen Tagen mit einem langsam ansteigenden Temperaturtrend bis zum 25. Oktober weitgehend einig. Im Zeitraum zwischen dem 26./31. Oktober gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten, welche im Mittelwert eine normalisierende Tendenz aufweisen. Allerdings, um die Eingangsfrage noch einmal zu beantworten, sind alle drei Varianten gleichermaßen wahrscheinlich. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 29. Oktober zwischen +4/+19 Grad bei einem Mittelwert von +11 Grad im Osten, +14 Grad im Westen und +12 Grad im Süden und Norden. Der Niederschlagstrend ist im Zeitraum zwischen dem 25./31. Oktober grundsätzlich vorhanden, jedoch im Süden und Osten weniger ausgeprägt als im Westen un Norden (Tendenz zu Südwest). Das Langfristmodell zeigt in seinen heutigen Simulationen einen - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - normalen Temperatur- und Niederschlagsverlauf. Für den Winter wird weiterhin eine normale bis leicht erhöhte Temperaturtendenz, bei einem ebenfalls leicht erhöhten Niederschlagsverhalten in Aussicht gestellt. Auf die Frage von vielen Lesern, wann der erste Schnee zu erwarten ist: am Mittwoch sind - unter entsprechenden Voraussetzungen - kurze Graupelschauer nicht auszuschließen, in den höheren Lagen von Schwarzwald könnte es für eine Schneedecke reichen und an den Alpen ist einiges an Neuschnee zu erwarten (Schneeprognose).

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