In der kommenden Woche ist einiges an Wetteraktivitäten geboten, örtlich auch mit Unwetterpotential. Der Grund liegt in einer Randtiefentwicklung bei Neufundland, welche bereits heute in Gang gesetzt wurde. Dieses Randtief verläuft dabei entlang eines südlichen Gradienten einer ganzen Tiefdruckkette, welche sich von Neufundland bis Skandinavien erstreckt und erreicht am Dienstag / Mittwoch Deutschland und schwächt sich dabei voraussichtlich ab und verschwindet zum Donnerstag / Freitag nach mit einen nachrückenden Hochdrucksystem nach Osten. Bei einem so dynamischen Prozess können sich in der Detailvorhersage noch Veränderungen ergeben, klar ist aber bereits heute, dass es in der kommenden Woche windig, wechselhaft und auch deutlich kühler werden wird. Darüber hinaus stellt sich nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodell im Zeitraum vom 23./26. Oktober zwischen dem Hoch über dem südöstlichen Europa und einem Kerntief bei Island über Deutschland eine Südwestwetterlage ein. Insbesondere im Nordwesten bleibt der Wind frisch bis mäßig und mit weiteren Niederschlägen ist zu rechnen, während es in Richtung Südosten mit etwas Sonnenschein auch trocken bleiben kann. Die Temperaturen können mit der südwestlichen Strömung wieder etwas ansteigen und erreichen zumeist Werte zwischen +13/+16 Grad, mit etwas Sonnenschein auch darüber. Im Zeitraum zwischen dem 26./31. Oktober folgt auf dem Atlantik das nächste Tief nach, diesmal jedoch auf einer südlicheren Bahn und wird durch das Hoch zwischen dem Mittelmeer und dem östlichen Europa blockiert, so dass sich bis Ende Oktober warmes Vorderseitenwetter einstellen kann, wobei der Grundcharakter im Westen wechselhafter als im Osten einzustufen ist. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist der Wetterablauf bis zum Mittwoch ähnlich dem des amerikanischen Wettermodells - darüber hinaus jedoch deutlich differenzierter. So positioniert sich im Zeitraum zwischen dem 23./25. Oktober ein Hochdrucksystem über Skandinavien, welches die atlantische Frontalzone weitgehend blockiert und Deutschland gerät mit einer südlichen Strömungskomponente zwischen die Fronten. Dieses meridionale Strömungsmuster hat eine starke Wellenbewegung entlang der Polarfront zur Folge, so dass auf dem Atlantik zwischen den Azoren und Grönland ein Hochdrucksystem sich positionieren kann, welches im weiteren Verlauf bis zum 29. Oktober sich über dem westlichen bis nordöstlichen Europa in einer West-Ost Achse verlagert. Sollte diese Variante eintreffen, so ist der Wettercharakter bis zum 27. Oktober als wechselhaft und teils kühl, teils mäßig warm einzustufen. Bis zum 29. Oktober nehmen die Niederschläge ab und nach teils zähem Nebel kann des Öfteren die Sonne zum Vorschein kommen. Die Kontrollläufe stützen den leicht zu kühlen und wechselhaften Wetterverlauf in der kommenden Woche bis Donnerstag mehrheitlich. Im Zeitraum zwischen dem 24./27. Oktober zeigt sich ein positiver Temperaturtrend bei einer abnehmenden Niederschlagswahrscheinlichkeit im Osten und Süden. Zwischen dem 26./31. Oktober geht der Temperaturtrend in eine normalisierende Richtung, wobei das Temperaturspektrum bei einem leicht wechselhaften Wettercharakter noch eine große Bandbreite aufweist. So liegen die möglichen Tageswerte bspw. am 29. Oktober zwischen +3/+20 Grad bei einem Mittelwert zwischen +11/+12 Grad. Das Langfristmodell simuliert heute einen überwiegend normalen Temperatur- und Niederschlagstrend für den November. Für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar werden nach dem Langfristmodell normale bis leicht zu warme Temperaturwerte bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung in Aussicht gestellt.

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