Bereits zu Beginn der kommenden Woche nimmt der wechselhafte Wettercharakter von Westen her zu und sorgt bis zur Mitte der Woche für eine langsame Abkühlung der Temperaturen auf Jahreszeit typische Werte. Der Grund hierfür ist eine Verlagerung des Tiefdruckzentrums - welches sich aktuell auf dem Atlantik zwischen den Azoren, Grönland und England befindet - nach Island und in Teilen auch nach Skandinavien. Somit dreht die Grundströmung über Deutschland von Süd-Südwest auf Südwest-West. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ist eine komplette Verlagerung des Tiefdruckzentrums nach Skandinavien im Zeitraum zwischen dem 22./24. Oktober nicht auszuschließen. So ergeben sich zum heutigen Stand zwei wesentliche Varianten aus den Simulationen des amerikanischen Wettermodells. Zum einen verbleibt das Tiefdruckzentrum bei Island, so würde die Grundströmung bis zum 24. Oktober über Deutschland wieder auf südwestliche Richtungen drehen können, was einem Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion größeren Spielraum lassen könnte. In Folge daraus ist nach einer kurzen Abkühlung zwischen dem 21./23. Oktober zum 24. Oktober ein ansteigender Temperaturtrend bei nachlassenden Niederschlägen wahrscheinlich. In der zweiten Variante kann sich das Tiefdruckzentrum nach Skandinavien verlagern und eine mäßig warme und wechselhaft-herbstliche Wetterlage über Deutschland zur Folge haben. Geht es nach den Simulationen des europäischen Wettermodells, so ist auch hier im Zeitraum zwischen dem 21./23. Oktober ein wechselhafter und normal temperierter Wetterabschnitt zu erwarten. Darüber hinaus kann sich die atlantische Frontalzone nicht bis nach Skandinavien durchsetzen, da über dem östlichen Skandinavien ein recht kräftiges Hochdrucksystem eine blockierende Wirkung auf die Frontalzone ausübt. So können auch nach dem europäischen Wettermodell mit einer südwestlichen Strömung im Zeitraum zwischen dem 23./26. Oktober erneut warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Und darüber hinaus? Sowohl das amerikanische, als auch europäische Wettermodell zeigen weiterhin ein Kaltluftpotential über dem europäischen Nordmeer, so dass eine rege Tiefdruckaktivität zwischen Neufundland, Island und Skandinavien wahrscheinlich ist - je nachdem, wie weit die Frontalzone nach Osten vorankommen kann entscheidet es sich, ob es mäßig warm oder herbstlich kühl bis Ende Oktober werden kann. Die Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich die Abkühlungsphase zwischen dem 21./24. Oktober, zwischen dem 23./27. Oktober einen ansteigenden und zwischen dem 26./31. Oktober einen normalisierenden Temperaturtrend. Das Temperaturspektrum liegt mit seinem jeweiligen Mittelwert bspw. am 20. Oktober zwischen +15/+19 Grad, am 25. Oktober zwischen +13/+15 Grad und am 29. Oktober zwischen +9/+11 Grad. In der Niederschlagserwartung zeigt sich im Norden eine höhere Niederschlagswahrscheinlichkeit im letzten Oktober-Drittel. Im Süden, Osten und Westen sind im Zeitraum 23./25. Oktober nur geringe Niederschlagssignale erkennbar und steigen darüber hinaus nur geringfügig an - eine gänzlich trockene Phase ist aber auch hier nicht zu erkennen. Das Langfristmodell simuliert heute für den verbleibenden Herbstmonat November einen normalen Temperaturtrend bei einer normalen bis leicht erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit. Für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar geht der Trend von normal bis zu leicht erhöhten Temperaturwerten bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung.

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