Nach dem teils warmen bis sehr warmen Wochenende, schwenkt die Wetterlage zu Beginn der kommenden Woche auf eine wechselhafte Wetterlage mit zunehmend herbstlichen Temperaturen um. Soweit sind sich das amerikanische und auch europäische Wettermodell einig. Verantwortlich für den wechselhaften Wettercharakter ist ein Tiefdrucksystem, welches sich bis zum 21. Oktober mit zwei Kerntiefdrucksystemen nach Island und dem östlichen Skandinavien verlagern kann. Der südliche Gradient ist zwischen beiden Systemen kompakt, so dass im regen Wechsel Tiefdruckausläufer über Deutschland von West nach Ost hinweg ziehen können. Im Zeitraum zwischen dem 22./23. Oktober sind in den Simulationen zueinander deutliche Unterschiede zu erkennen. Das europäische Wettermodell zeigt einen Vorstoß eines Hochdruckkeils vom europäischen Nordmeer bis nach Skandinavien hinunter, welches bis zum 24. Oktober eine Hochdruckbrücke zunächst westlich, später dann über Mitteleuropa aufbauen kann. In Folge daraus liegt Deutschland im Zeitraum zwischen dem 22./24. Oktober auf der weitgehend kühlen Ostseite der Hochdruckverbindung, so dass die Tageswerte um +10 Grad bei leicht wechselhaften Wettercharakter schwanken können. Im Ergebnis daraus wäre das aktive Atlantikwetter erneut blockiert und würde demnach bis zum 26. Oktober zu einer neuerlichen - teils warmen - Süd- bis Südwestwetterlage führen. Das amerikanische Wettermodell simuliert zum 22. Oktober gleichfalls den Vorstoß des Hochdrucksystems von Nord nach Süd über Skandinavien, dieser Keil wird jedoch von Tiefdrucksystem über Island rasch nach Osten verdrängt, so dass sich die atlantische Frontalzone bis zum 27./29. Oktober über Skandinavien manifestieren könnte. In Folge daraus ist der Wetterharter wechselhaft und windig und die Temperaturen dabei von Nord nach Süd eine ansteigende Tendenz haben können. Die Kontrollläufe stützen das teils sehr warme Wochenende und den darauf folgenden Temperaturrückgang bis zum 21./22. Oktober mehrheitlich. Darüber hinaus zeigt sich ein breites Spektrum von 17 Grad, wobei der Mittelwert der jeweiligen Kontrollläufe einen Jahreszeit typischen Wert annimmt (Normalisierungstrend). So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 20. Oktober zwischen +15/+21 Grad (Mittelwert +19 Grad im Süden, +14 Grad im Norden, +17 Grad im Osten und +15 Grad im Westen), am 25. Oktober zwischen +5/+19 Grad (Mittelwert +14 Grad im Süden und Osten, +13 Grad im Norden und Westen) und am 29. Oktober zwischen +3/+19 Grad (Mittelwert +13 Grad im Süden, +10 Grad im Norden, +11 Grad im Osten und Westen). Anders ausgedrückt ist für das letzte Oktober-Drittel mit höherer Wahrscheinlichkeit ein typisch herbstlicher Wetterabschnitt zu erwarten. Und darüber hinaus? Das Langfristmodell simuliert heute für den November einen weitgehend normalen Temperatur- und Niederschlagstrend und für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar einen leicht positiven Temperatur- und Niederschlagstrend. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes zeigt mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent einen zu kalten, mit 18 Prozent normalen und mit 72 Prozent einen zu warmen Temperaturverlauf für den Herbst (Sept.- Nov.), was aber nach dem zu warmen September und voraussichtlich auch zu warmen Temperaturverlauf im Oktober nicht weiter überascht.

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