Nach einem durchwachsenen und mäßig warmen Donnerstag und Freitag kommt am Wochenende die Sonne des Öfteren zum Vorschein, so dass die Tageswerte am Sonntag mit einer südlichen Strömung verbreitet auf +20/+25 Grad ansteigen können. Der Grund für diese außergewöhnliche Wärme ist ein Tiefdruckkomplex im Westen und ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa - Deutschland gelangt dabei zunächst auf die sehr warme Vorderseite. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so greift aber bereits am Montag die atlantische Frontalzone auf Deutschland über, so dass im Zeitraum zwischen dem 20./26. Oktober mit einer regen Tiefdruckaktivität bei absinkendem Temperaturniveau und zunehmenden Wind aus westlichen Richtungen zu rechnen ist (Westwindwetter). Das europäische Wettermodell zeigt eine ähnliche Simulation, jedoch greift die Frontalzone erst in der Nacht auf Dienstag auf Deutschland über, so dass es am Montag weiterhin warm bleiben kann. Die Frontalzone wird aber - anders wie beim amerikanischen Wettermodell nicht sonderlich weit nach Osten vorankommen können, da über dem östlichen Europa ein Hochdrucksystem eine blockierende Auswirkung hat. Zwischen den Fronten liegt Deutschland in einer neuerlichen südlichen und wechselhaften Strömungskomponente. Die Temperaturen bleiben in Folge daraus deutlich über den Jahreszeit typischen Werten. Welches der Szenarien ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so ist eine Umstellung des Zirkulationsmusters auf westliche Richtungen im Zeitraum zwischen dem 20./26. Oktober wahrscheinlicher. Dabei bleibt die Niederschlagsprognose hoch bei absinkenden und sich in Folge normalisierenden Temperaturwerten. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 20. Oktober zwischen +15/+23 Grad bei einem Mittelwert von +20 Grad im Süden, +17 Grad im Westen und Norden und bis +23 Grad über dem Osten. Am 25. Oktober liegt das Spektrum zwischen +5/+20 Grad bei einem Mittelwert von +14 Grad im Osten, +12 Grad im Norden und +13 Grad im Süden und Westen. Für den Zeitraum zwischen dem 26./31. Oktober simuliert das amerikanische Wettermodell eine Rückkehr zum wechselhaften und warmen Strömungsmuster aus südwestlichen Richtungen. Dabei zeigt sich weiterhin über dem skandinavischen Raum eine rege Tiefdruckaktivität, welche aber mit ihren Randsystemen nicht weiter nach Osten vorankommt und über, bzw. westlich von Mitteleuropa "abtropft". Da die Kaltluftzufuhr über dem europäischen Nordmeer weiterhin intakt ist, ist es aus theoretischer Sichtweise aber nur eine Frage der Zeit, bis das Wetter "ungemütlicher" wird. Das Langfristmodell zeigt für den November heute eine überwiegend normale Temperaturprognose - war diese in den letzten Tagen doch noch weitgehend leicht zu warm simuliert worden. Für die Wintermonaten Dezember, Januar und Februar hat sich hingegen kaum etwas verändert - hier lautet der Temperaturtrend gegenüber den langjährigen Mittelwerten normal bis leicht zu warm bei einer erhöhten Niederschlagserwartung über alle Wintermonate hinweg.

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