Im Verlauf der Woche bleibt es vielfach wechselhaft und mit zahlreichen Schauern - örtlich auch mit Gewitter - ist bis einschließlich Freitag zu rechnen. Am kommenden Wochenende rückt voraussichtlich vom Atlantik her das Tiefdrucksystem nach und kann sich dabei weiter intensivieren, wird jedoch durch ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa blockiert, so dass der Weg in Richtung Osten versperrt bleibt. In Folge daraus gerät Deutschland erneut auf eine teils sehr warme Vorderseite, so dass sich die Temperaturen auf Werte zwischen +19/+24 Grad, örtlich auch darüber einpendeln können. Solch hohen Werte sind für Oktober nicht typisch und liegen mit +6/+10 Grad über den langjährigen Durchschnittswerten. Da bereits die letzten 12 Tage ein Temperaturüberschuss von rund +4,5 Grad einbrachten, müsste sich im letzten Oktober-Drittel einiges Verändern, um noch einen normalen Durchschnittswert erreichen zu können. Tatsächlich liegt in den Simulationen der Wettermodelle ein großes Kaltluftgebiet zwischen Grönland und der Karasee bereit um sich nach Süden auszuweiten. Allerdings lässt die aktuelle Konstellation mit einem Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa mit einer südlichen Anströmung das nicht zu, vielmehr prallen die Luftmassen über Mittelskandinavien aufeinander und können dort im Zeitraum 18./22. Oktober für Abwechslungsreiches Wetter sorgen. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell verlagert sich das Tiefdrucksystem auf dem Atlantik im Zeitraum zwischen dem 18./20. Oktober von England nach Skandinavien und kann über Deutschland - zum heutigen Stand - im Zeitraum zwischen dem 20./25. Oktober den langsamen Übergang des Zirkulationsmusters in eine Westwetterlage einleiten. Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen kann von West nach Ost "durch rauschen" und zeitweilig auch kühlere Temperaturen aus dem Norden anzapfen. Diese Temperaturen liegen aber eher im herbstlich normalen Bereich, eine nasskalte Witterung mit den ersten Schneefällen in höheren Lagen ist bis zum 25. Oktober nach den aktuellen Simulationen weniger wahrscheinlich. Das europäische Wettermodell zeigt erneut ein meridional ausgerichtetes Zirkulationsmuster, bei der die atlantische Frontalzone blockiert wird und sich nicht nach Skandinavien oder nach Osten verlagern kann. In Folge daraus kann es über Deutschland bis zum 24. Oktober überwiegend warm bleiben, wobei Deutschland im gradientenschwachen Bereich verbleibt (Schauer, wechselnde Bewölkung, teils zäher Nebel). Somit stehen heute erneut zwei gegensätzliche Simulationen gegenüber. Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich den sehr warmen Zeitraum zwischen dem 18./21. Oktober bei nachlassender Niederschlagswahrscheinlichkeit. Darüber hinaus zeigt sich bis zum 25. Oktober bei wechselhaften Wetter ein normalisierender Temperaturtrend, welcher im Schnitt aber noch immer um +1 bis +3 Grad gegenüber den Jahreszeit typischen Werten zu warm ist. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 20. Oktober zwischen +14/+23 Grad bei einem Mittelwert von +17 Grad im Norden, +19 Grad im Westen, +20 Grad im Osten und bis +21 Grad im Süden. Am 25. Oktober liegt das Spektrum zwischen +6/+21 Grad bei einem Mittelwert von +13 Grad im Norden, +14 Grad im Westen und Süden und +15 Grad im Osten. Und darüber hinaus? Im Zeitraum zwischen dem 25./29. Oktober bleiben nach dem amerikanischen Wettermodell die kalten Luftmassen über dem Norden zwischen Grönland und der Karasee präsent, so dass eine rege Tiefdruckaktivität eine höhere Wahrscheinlichkeit als andere Varianten hat. Deutschland würde demzufolge auf der Vorderseite in den "Genuss" warmer Luftmassen kommen und nachfolgend auf die kühlere Rückseite gelangen - ein Wintereinbruch oder ein nasskalter Abschnitt ist aber zum heutigen Stand nicht zu erkennen. Das Langfristmodell zeigt in seinem heutigen Witterungstrend - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - eine leicht zu warme Temperatur- und Niederschlagstendenz für die Monate November bis Februar.

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