Die wechselhafte aber durchaus warme Wetterlage vom Wochenende bleibt auch zum Start in die neue Woche voraussichtlich noch erhalten. Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Oktober zeigt sich nach den Simulationen der Wettermodelle eine Wiederholungsneigung, bei der ein neuerliches Tief zwischen Grönland, England und den Azoren vor Mitteleuropa eine südliche Grundströmung in Gang setzt. Unterstützt wird diese warme Luftströmung von einem Hoch über dem Mittelmeerraum, so dass die Tagestemperaturen sich zumeist zwischen +15/+20 Grad bewegen können. Diese leicht wechselhafte und warme Variante ist zum heutigen Stand die wahrscheinlichste Variante. Allerdings führt die Kaltluftansammlung über dem europäischen Nordmeer in den Simulationen zu Unsicherheiten. Warum? Die Wiederholungsneigung kann nur stattfinden wenn sich über dem Mitteleuropäischen Raum hoher Luftdruck befindet, welcher das Tief über dem Atlantik blockiert, so dass dieses nach Süden bis über die Azoren "abtropfen" kann. Je nach Position des Hochdrucksystems ist es nicht unwahrscheinlich, dass die kalten Luftmassen aus dem Norden auch "angezapft" werden und zu einem normalisierenden Temperaturtrend bis zum 20. Oktober führen können. Die Kontrollläufe bestätigen den für die Jahreszeit viel zu warmen Temperaturverlauf (+2/+6 Grad zu warm) mehrheitlich bis zum 15. Oktober. Darüber hinaus gibt es sowohl sehr warme, als auch kühle Simulationen. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 15. Oktober zwischen +14/+20 Grad (Mittelwert +15/+16 Grad im Westen und Norden und +16/+17 Grad im Süden und Osten) und am 20. Oktober zwischen +5/+21 Grad (Mittelwert +15 Grad). Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist im Zeitraum zwischen dem 15./17. Oktober im Westen, Norden und Süden gering und im Osten etwas höher ausgeprägt. Im Zeitraum zwischen dem 17./20. Oktober nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit im Allgemeinen wieder zu. Zusammenfassend besteht im Zeitraum zwischen dem 15./20. Oktober durchaus noch die Möglichkeit eines Wetterumschwungs, wenngleich diese - zum heutigen Stand - als gering einzustufen ist. Und darüber hinaus? Das amerikanische Wettermodell zeigt im Zeitraum zwischen dem 20./25. Oktober eine weiterhin rege Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welche mit hohem Luftdruck über dem Mittelmeerraum über Deutschland zu einer wechselhaften aber durchaus warmen Südwestwetterlage führen kann. Das Langfristmodell simuliert für den Oktober einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht bis deutlich zu warmen und im November einen leicht zu warmen Temperaturverlauf. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Oktober der Südosten deutlich zu trocken, sonst normal bis leicht erhöht und im November weitgehend normal mit einer leicht erhöhten Tendenz im Süden. Die Wintermonate Dezember, Januar und Februar fallen zum heutigen Stand im Schnitt leicht zu warm mit einer erhöhten Niederschlagsaktivität aus. Im Einzelnen zeigt der Dezember eine normale, der Januar und Februar leicht erhöhte Temperaturtendenz.

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