Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wettertrend vom 9. Oktober

Nach der teils sehr warmen und wechselhaften Wetterphase vom Wochenende, bzw. auch zum Start in die neue Woche zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 15./19. Oktober nach dem amerikanischen und auch europäischen Wettermodell keine wesentlicher Wandel zu normalen Temperaturverhältnissen. Insbesondere das amerikanische Wettermodell hatte in den letzten Tagen noch Varianten für normalisierende Temperaturverhältnisse für den Zeitraum 15./20. Oktober in Aussicht gestellt, welche zum heutigen Stand etwas weniger wahrscheinlich geworden sind. So setzt sich zum heutigen Stand mit höherer Wahrscheinlichkeit die Simulation des europäischen Wettermodells durch, bei der sich das zu Grunde liegende Zirkulationsmuster wiederholt. Die Großwetterlage zeigt sich in der Gestalt, als dass im Westen - zwischen Island und England - ein neuerliches, markantes Tiefdrucksystem entsteht, dessen "Gegenspieler" mit einem Hoch über dem östlichen Europa zu finden ist. Deutschland liegt somit erneut zwischen den Fronten in einer südlich ausgerichteten Grundströmung, was die Temperaturen auch im zweiten Oktober-Drittel auf sehr hohem Niveau halten dürfte. Blickt man auf die aktuellen Durchschnittswerte für den Oktober, so liegt der Temperaturmittelwert etwa um +4,2 Grad über dem vieljährigen Durchschnittswert von 1961-1990. Sollte das zweite Oktober-Drittel nun auch deutlich zu warm ausfallen, könnte sich der Oktober in eine ganze Serie von teils deutlich zu warmen Monaten im Jahre 2014 einreihen (lediglich der Mai und August zeigten normale bis leicht zu kühle Werte). "Was mag das für Auswirkungen auf den Winter haben?"- Wird sich er eine oder andere unter Ihnen denken. In der theoretischen Betrachtungsweise sind wir in den letzten Tagen schon näher darauf eingegangen, zwei Faktoren sind jedoch aus statistischer Sicht noch interessant - ein früher Wintereinbruch im Oktober hatte häufig milde Winter zur Folge, ein sehr warmer Oktoberbeginn hatte häufiger normale, teils zu kühle Winter zur Folge - aber das nur am Rande - das Wetter hält sich Im Detail leider nicht all zu oft an Statistiken. Die Kontrollläufe stützen - gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert - mehrheitlich den etwa um +1/+4 Grad zu warmen Temperaturverlauf im Zeitraum zwischen dem 15./20. Oktober. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 16. Oktober zwischen +10/+21 Grad bei einem Mittelwert von +15/+17 Grad. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit bleibt zwischen dem 15./20. Oktober über dem Westen, Norden und Süden hoch, hat aber in Richtung Osten eine nachlassende Tendenz. Sind damit die kühlen, bis kalten Varianten gänzlich unmöglich geworden? Nein, denn die Kaltluftmassen über dem europäischen Nordmeer sind weiterhin präsent und werden nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodells über die Karasee verfrachtet, so dass die atlantische Frontalzone sich weiter nach Osten ausweiten kann. In Folge daraus könnte zum 20./22. Oktober ein markanter Wetterumschwung in Richtung herbstlich wechselhaftes und windiges Wetter über Mitteleuropa stattfinden. Die Ansätze für Jahreszeit typisches Wetter sind zum Beginn des letzten Oktober-Drittels also weiterhin gegeben. Das Langfristmodell zeigt einen deutlich zu warmen Temperaturverlauf im Oktober, welcher sich mit einer leicht zu warmen Temperaturerwartung im November noch fortsetzen könnte. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich insbesondere der Südosten deutlich zu trocken, sonst sind normale, im Westen auch leicht positive Niederschlagssummen möglich. Und für die Wintermonate? Hier bleibt weiterhin alles wie gehabt: von Dezember bis Februar ist eine erhöhte Niederschlagserwartung erkennbar, wobei die Temperaturen im Dezember normal (bis leicht zu kalt) und im Januar und Februar leicht zu warm simuliert werden. So bleibt der Witterungstrend mit höherer Wahrscheinlichkeit bei einem normalen bis leicht zu warmen Winterverlauf.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns