Noch bis zum kommenden Wochenende bleibt die Grenzwetterlage zwischen einem Tief über dem westlichen und einem Hoch über dem östlichen Europa erhalten. Im Zeitraum zwischen dem 13./15. Oktober simuliert das amerikanische Wettermodell eine Abschwächung des Tiefs, so dass Deutschland überwiegend im gradientenschwachen Bereich liegt. In Folge daraus bleibt der Grundcharakter wechselhaft und die Temperaturen können mit Wind aus westlichen, später teils nördlichen Richtungen etwas zurückgehen. Im Zeitraum zwischen dem 15./18. Oktober wird eine rege Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik simuliert, welche jedoch durch ein steilen Hochdruckkeil zwischen dem nördlichen Afrika, England und Skandinavien blockiert wird und somit in Richtung Azoren abtropfen kann. Deutschland liegt - zum heutigen Stand - auf der östlichen Strömungskoponente des Hochdrucksystems und da über dem europäischen Nordmeer sich schon winterliche Kaltluftmassen angesammelt haben, ist ein "Kaltlufteinbruch" nicht gänzlich auszuschließen - simuliert wird jedoch eine Ablenkung der Kaltluftmassen in Richtung Karassee, so dass die Temperaturen sich über Deutschland auf ein Jahreszeit typisches Niveau anpassen können. Sollten sich die Kaltluftmassen tatsächlich in Richtung Karassee verlagern können, so ist eine höhere Tiefdruckaktivität - Aufgrund der unterschiedlich warmen Luftmassen - über Skandinavien wahrscheinlich. In Folge daraus gerät Deutschland im Zeitraum zwischen dem 18./22. Oktober zunehmend in eine nordwestlich gerichtete und damit teils wechselhafte und herbstlich kühle Grundströmung. Das europäische Wettermodell folgt der Simulation des amerikanischen Wettermodells nicht und behält ein meridional ausgerichtetes Süd-Nord Zirkulationsmuster bei. Deutschland liegt zumeist auf der warmen Hochdruckseite, während östlich davon die Kaltluftmassen weiter nach Südosten voran kommen können. Gleichzeitig positioniert sich ein neuerliches Tief bei England, was für Deutschland die südliche und damit warme Grundströmung zur Folge hat. Somit stehen sich zwei gegensätzliche Simulationen gegenüber, welche bis zum 15. Oktober noch weitgehend Einigkeit zeigen. Anders ausgedrückt deutet sich zur Monatsmitte eine Möglichkeit zur Umstellung des Zirkulationsmusters an, bei der das europäische Wettermodell eine Wiederholungsneigung zeigt, während das amerikanische Wettermodell eine Umstellung des Zirkulationmuster in Betracht zieht. Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe zeigen ein breites Spektrum an Möglichkeiten, wobei der Mittelwert sich im Jahreszeit typischen Umfeld bewegt. Und was bedeutet das? Auch die Kontrollläufe zeigen mit dem breiten Spektrum die Möglichkeit einer Umstellung des Zirkualtionsmsuters zur Monatsmitte auf, allerdings kommt es darauf an, welche Position das Hochdrucksystem einnimmt und ob die kalten Luftmassen aus dem Norden "angezapft" werden können oder nach Osten abgelenkt werden. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 13. Oktober zwischen +12/+21 Grad bei einem Mittelwert von +19 Grad im Osten, +17 Grad im Westen und Süden und +16 Grad im Norden. Am 16. Oktober liegt das Temperaturspektrum zwischen +10/+20 Grad bei einem Mittelwert von +14 Grad und am 20. Oktober zwischen +4/+18 Grad bei einem Mittelwert von +13/+14 Grad. Nach dem viel zu warmen ersten Oktober-Drittel zeigt sich mit zunehmender Wahrscheinlichkeit im zweiten Oktober-Drittel ein Trend zur Normalisierung, wenngleich der leicht wechselhafte Wettercharakter erhalten bleibt.

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