Die Hochdruckbrücke vom Wochenende bekommt bereits zum Sonntag von Westen her einen "Knick", so dass im weiteren Wochenverlauf ein Tiefdrucksystem bei England voraussichtlich mehr Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen kann. Im Detail kommt es darauf an, wie weit dieses Tiefdrucksystem nach Osten vorankommt. Das amerikanische Wettermodell simuliert einen Verlauf der Gradienten zwischen Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland und Skandinavien. Somit befindet sich Deutschland in einer überwiegend südwestlichen Grundströmung, welches auch als Vorderseitenwetter bezeichnet werden kann. Bei dieser Konstellation sind im Wochenverlauf vor eintreffenden Niederschlag Temperaturwerte von bis zu +25 Grad nicht auszuschließen, während nachfolgend die Temperaturen auf +14/+18 Grad absinken können. Grundsätzlich ist bei einer Südwestwetterlage im Nordwesten die Niederschlagswahrscheinlichkeit höher ausgeprägt, als im Südosten. Das europäische Wettermodell geht im Zeitraum zwischen dem 6./8. Oktober von einer südlichen Grundströmung aus, bei der von Westen her Niederschläge auf Deutschland übergreifen können und lässt im weiteren Verlauf bis zum 10. Oktober das System ebenfalls auf eine Südwestwetterlage "kippen", so dass auch nach dem europäischen Wettermodell eine teils warme und teils wechselhafte Wetterphase zwischen dem 8./12. Oktober wahrscheinlich ist. Die Kontrollläufe zeigen einen kleinen "Temperaturknick" zwischen dem 5./7. Oktober, welcher im weiteren Verlauf bis zum 13. Oktober im Mittelwert etwa um +2/+5 Grad gegenüber dem langjährigen Temperaturwert zu hoch ist. Das Temperaturspektrum liegt am 5. Oktober zwischen +12/+20 Grad (Mittelwert: +17 Grad im Süden und Osten, +16 Grad im Norden und +13 Grad im Westen), am 8. Oktober zwischen +6/+22 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden, +16 Grad im Norden, +17 Grad im Osten und +18 Grad im Westen) und am 12. Oktober zwischen +9/+24 Grad (Mittelwert: +16 Grad im Süden und Osten, +15 Grad im Norden und +17 Grad im Westen). Die Niederschlagstendenz ist nach den Kontrollläufen nur gering ausgeprägt, steigt aber bis zum 10. Oktober im Westen, Süden und Norden an und bleibt über den östlichen Landesteilen geringer ausgeprägt. Im Zeitraum zwischen dem 10./15. Oktober lässt die Niederschlagswahrscheinlichkeit wieder etwas nach. Ein grundsätzlich herbstlich kühler oder gar ein nasskalter Witterungstrend ist zum heutigen Stand bis zum 15. Oktober wenig wahrscheinlich - viel wahrscheinlicher ist hingegen ein normaler bis leicht zu warmer Verlauf der Temperaturen. Das Langfristmodell stützt im Oktober - gegenüber den langjährigen Mittelwerten - einen zu warmen Temperaturverlauf bei einer weitgehend normalen Niederschlagserwartung, welche im Trend für die südlichen Regionen auch leicht negativ ausfallen kann. Für den Herbstmonat November zeigt sich ein ähnlicher Verlauf - im Trend zu warm bei normalem Niederschlagsverhalten. Und die Wintermonate? In Summe ist nach dem Langfristmodell weiterhin ein normaler bis leicht zu warmer Temperaturtrend bei einer leicht erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit auszumachen.

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