Der Trend für die ersten Oktober-Tage bleibt warm mit einer leicht ansteigenden Niederschlagswahrscheinlichkeit zum 5. Oktober. Beide Wettermodelle simulieren eine Großwetterlage, bei der ein Tiefdruckzentrum vor Mitteleuropa im Zeitraum zwischen dem 5./7. Oktober abtropfen kann. Gleichzeitig blockiert ein Hochdrucksystem über Skandinavien das Tief, so dass Deutschland zwischen den Fronten - in einer südlichen Anströmung - liegt. In Folge daraus können die Temperaturen im Zeitraum zwischen dem 5./10. Oktober weitgehend im warmen Bereich verweilen, während von Westen her die Niederschlagsaktivität eine weiter zunehmende Tendenz hat. Somit erneuert sich voraussichtlich nach beiden Wettermodellen die meridionale Zirkulationsstruktur, bei der Deutschland zumeist auf der warmen Vorderseite liegen kann. Welche Auswirkungen kann das haben? Zum einen besteht die Möglichkeit, dass sich nur unwesentlich die Großwetterlage verändern kann. Der hohe Luftdruck über Skandinavien bleibt präsent und das Tief vor Mitteleuropa wird auf seinem Weg nach Osten blockiert, verliert an Dynamik und zieht sich im weiteren Verlauf wieder nach Island zurück. Das Ergebnis wären ein paar Niederschlagsaktivitäten bei weitgehend warmen Temperaturen, welche zum Beginn des zweiten Oktober-Drittel wieder nachlassen und erneut hoher Luftdruck das Wettergeschehen dominieren kann. In einer weiteren Variante kann das Tiefdruckzentrum über das Mittelmeer ziehen und das Hochdrucksystem über Skandinavien "unterwandern", was insbesondere über den südlichen Landesteilen mehr Niederschlag bei weitgehend normalen Temperaturen zur Folge hätte - vereinfacht ausgedrückt wäre der Wettercharakter herbstlicher zum Ende des ersten, bzw. zu Beginn des zweiten Oktober-Drittels. Eine dritte Variante zeigt einen "schleifenden" Prozess, bei der die Gradientenlinie von den Azoren über England bis über das östliche Skandinavien gezogen werden kann. In Folge daraus würden auf engsten Raum unterschiedlich warme Luftmassen aufeinander prallen und teils kräftige Niederschläge verursachen können, welche sich durch den "schleifenden" Prozess nur sehr langsam fortbewegen. Mit einem herbstlichen Charakter hat diese Variante weniger zu tun und würde eher an einen warmen und lang anhaltenden Frühlingsregen erinnern. Zusammenfassend bestätigen die Wettermodelle die Hochdruckdominanz in den ersten fünf Oktober-Tagen. Darüber hinaus zeigt sich das Tief im Zeitraum zwischen dem 5./10. Oktober näher an Mitteleuropa positioniert, so dass ein Einfluss auf das Wetter in Deutschland im Bereich des Möglichen liegt. Ob daraus ein nachhaltiger Umbau des meridionalen Zirkulationsmusters stattfinden kann, ist zum heutigen Stand noch fraglich. Anders formuliert steigt zum heutigen Stand die Wahrscheinlichkeit für einen typisch herbstlichen Charakter erst im/zum zweiten Oktober-Drittel an. Die Kontrollläufe weisen zwischen dem 5./10. Oktober ein breites Spektrum an Möglichkeiten auf, wobei für die östlichen Regionen es nur wenige Niederschlagssignale gibt, während im Westen, Norden und Süden die Signale deutlicher werden. Der Mittelwert der Temperaturen liegt - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - etwa um +1 bis +3 Grad zu hoch und erreicht bspw. am 9. Oktober ein Temperaturspektrum zwischen +5/+21 Grad bei einem Mittelwert von +15/+17 Grad und weisen zur Monatsmitte einen sich langsam normalisierenden Temperaturmittelwert auf. Das Langfristmodell bleibt bei einem gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warmen, bzw. leicht zu warmen Temperaturverlauf im Oktober und November bei einer weitgehend normalen Niederschlagserwartung.

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