Der heutige Montag gibt schon einmal einen Vorgeschmack auf typisch herbstliches Wetter, welches aber im Wochenverlauf mit langsam ansteigendem Luftdruck von Südwesten her von hochdruckdominierten Wetter abgelöst wird und sich somit nicht durchsetzen kann. So kann sich im Verlauf der Woche von Süden her mehr und mehr die Sonne durchsetzen, so dass die Temperaturen bis zum Freitag im Süden z.T. wieder die +20 Grad Marke erreichen, bzw. auch überschreiten können. Soweit sind sich die Wettermodelle im Groben einig. Betrachtet man die Konstellation der Großwetterlage so entsendet die atlantische Frontalzone ein Tiefdrucksystem nach dem anderen in Richtung Skandinavien. Gleichzeitig kann aber von Süden her hoher Luftdruck dagegen halten, so dass ein nachhaltiger Abtropfvorgang mit kühlem und wechselhaften Wetter (wie heute) über Mitteleuropa bis zum Monatsende wenig wahrscheinlich geworden ist. Im Zeitraum zwischen dem 26./30. September simuliert das amerikanische Wettermodell eine Hochdruckverbindung zwischen dem Azorenhoch und dem Hoch über dem westl. Russland, welche sich im Kern quer von Portugal bis nach Polen erstreckt (Südwestwetter). Die Tiefdrucksysteme vom Atlantik werden entsprechend über Skandinavien nach Nordosten abgelenkt und könnten unter Umständen noch das Wetter im Norden mit Wolken und etwas Niederschlag beeinflussen. Die Temperaturen bleiben jedoch mit Werten zwischen +17/+21 Grad - gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert - im zu warmen Bereich. Das europäische Wettermodell zeigt eine ähnliche Konstellation in Form einer Hochdruckverbindung über Mitteleuropa zum Azorenhoch. Allerdings schafft es zum 28./29. September über Skandinavien ein Tiefdrucksystem nach Osten "auszubrechen", so dass das Hoch über Mitteleuropa sich steil (meridional: Nord-Süd Achse) bis über das Nordmeer aufstellen kann. Das blockiert zwar die atlantische Frontalzone, jedoch ist das auch immer ein mögliches Indiz für einen kühleren Witterungsabschnitt, da mit einer nördlichen Strömungskomponente kühlere Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland herangeführt werden können. Zusammenfassend weicht der hohe Luftdruck über Mitteleuropa nicht so schnell und bleibt bis zum Monatsende voraussichtlich in einer dominierenden Rolle - im Süden etwas mehr, im Norden etwas weniger. Ob der hohe Luftdruck auch in den ersten Oktober-Tagen noch dominierend sein kann, klären wir gegen gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Oktober.

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