War die Wetterentwicklung der kommenden Woche in den letzten Tagen noch fraglich, so kristallisiert sich heute in den Simulationen der Wettermodelle zunehmend eine Variante heraus. Der "Wetterumschwung" erfolgt bereits am morgigen Sonntag, allerdings rückt bis zum Mittwoch ein Hochdruckkeil nach, so dass die kühlen Temperaturen vom Montag nur von kurzer Dauer sein sollten. Das amerikanische Wettermodell simuliert in den verbleibenden September-Tagen eine rege Tiefdruckentwicklung auf dem Atlantik, so dass sich die atlantische Frontalzone zeitweilig bis Skandinavien durchsetzen, aber sich dort nicht manifestieren kann. So schafft es immer wieder der hohe Luftdruck von Süden her "dagegen zuhalten", so dass Deutschland zumeist auf der warmen Vorderseite der Tiefdrucksysteme liegen kann. In Folge daraus ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit im Westen und Norden etwas höher als im Süden und Osten einzustufen, grundsätzlich ist aber die Niederschlagsneigung bei Temperaturen um die +20 Grad als gering zu bewerten. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Entwicklung, bei der sich bis zum Monatsende eine Hochdruckbrücke über Mitteleuropa aufbauen kann. Von kühlem und windigen Herbstwetter ist - mit Ausnahme vom Sonntag und Montag - nur wenig in den Simulationen zu sehen. Und dennoch: die Kontrollläufe weisen noch ein breites Temperaturspektrum bei einer schwach ausgeprägten Niederschlagswahrscheinlichkeit auf. So liegt das Spektrum bspw. am 29. September zwischen +10/+22 Grad bei einem Mittelwert von +17/+18 Grad. So ist auch nach den Kontrollläufen ein Hochdruckszenario am wahrscheinlichsten, jedoch kann dessen Position entscheidend über warme, mäßig warme oder kühle Temperaturen sein.

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