Auch heute simulieren die Wettermodelle den Erhalt des überwiegend warmen, teils sommerlichen Wettercharakters bis zum 21. September. Darüber hinaus zeigt sich nach dem amerikanischen Wettermodell eine langsame Abschwächung des hohen Luftdrucks über dem skandinavischen Raum, dessen maßgeblicher Einfluss aber noch bis zum 25. September erhalten bleiben könnte. In Folge daraus stellt sich zwischen dem 21./25. September allmählich eine mäßig warme Wetterlage ein, bei der die Temperaturen im Bereich zwischen +15/+22 Grad liegen können und im Süden eine höhere Niederschlagwahrscheinlichkeit als im Norden zu erwarten ist. Im Zeitraum zwischen dem 25./30. September zeigt sich gemäß dem amerikanischen Wettermodell eine ansteigende Dynamik mit kräftigen Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik. Die Gradientenstruktur erstreckt sich dabei zwischen Neufundland und Skandinavien, so dass es demnach nur eine Frage der Zeit ist, bis die atlantische Frontalzone das Wetter in Deutschland mit einem wechselhaft-herbstlichen Charakter beeinflussen kann. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Tiefdruckaktivität auf den Atlantik, welche aber weniger gut strukturiert ist, als es beim amerikanischen Wettermodell der Fall ist. So bleibt bis zum 23./24. September eine Hochdruckverbindung zwischen dem Skandinavien- und Azorenhoch bestehen, welche im weiteren Verlauf bis zum 26. September durch tiefen Luftdruck unterbunden wird. So steigt auch nach dem europäischen Wettermodell die Wahrscheinlichkeit einer größeren Einflussnahme der atlantischen Frontalzone auf das Wetter über Mitteleuropa nach dem 25. September. Die Kontrollläufe stützen dabei mehrheitlich den - gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel - deutlich positiven Temperaturverlauf bis zum 22. September und simuliert bis zum 25. September eine normalisierende Tendenz des Mittelwertes. Allerdings sind die Kontrollläufe ab dem 23. September äußerst differenziert, sowohl im Niederschlagsverhalten, als auch beim Temperaturspektrum. So liegt das mögliche Spektrum bspw. am 26. September zwischen +9/+23 Grad bei einem Mittelwert von +16 Grad im Norden und Süden, +17 Grad im Westen und +18 Grad im Osten. Warum die starken Differenzierungen? Einfach ausgedrückt sehen die Simulationen durchaus eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Umstellung der Großwetterlage um den 25. September herum auf einen typisch herbstlichen Wettercharakter. Ob das im Detail so kommen mag, wird sich aber erst in den kommenden Tagen zeigen - denn fast genauso wahrscheinlich ist auch der ein verbleib des mäßig warmen Wettercharakters, bei der die Niederschlagswahrscheinlichkeit von Süd nach Nord eine abnehmende Tendenz hat. Das Langfristmodell simuliert für den Oktober und November weitgehend normale Temperaturverhältnisse mit der Tendenz leicht zu warm auszufallen. Im Niederschlagsverhalten ist es ähnlich: weitgehend normal mit einer leicht positiven Tendenz.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!