Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Wetterprognose vom 13. September

Bis zum 20. September steht ein warmer, teils mit Schauern und Gewittern durchzogener "Altweibersommer", örtlich mit Temperaturen über +25 Grad auch ein sommerlicher Wetterabschnitt bevor. Zu "verdanken" ist das einem Hochdrucksystem über Skandinavien, welches die Tiefdrucksysteme über dem Atlantik blockiert, so dass diese vor Mitteleuropa "in Lauerstellung" gehen und mit einer zunehmend südlichen Strömungskomponente warme, teils heiße aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland führen können. In Folge daraus kann am Wochenende von Westen her das Schauer- und Gewitterrisiko zunehmen, wobei die möglichen Temperaturen bspw. am Samstag zwischen +23/+28 Grad für die Jahreszeit viel zu warm sind. Im Zeitraum zwischen dem 20./25. September stellt sich die Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell langsam auf eine Südwestwetterlage um. Generell ist bei einer Südwestwetterlage im Westen, Südwesten und auch Nordwesten mit einer höheren Niederschlagserwartung als Südosten zu rechnen - im Detail kommt es hierbei auf die Position zwischen den Tiefdrucksystemen im Nordwesten und dem Hoch im Südosten an. Zum heutigen Stand ist dabei der potentielle hohe Luftdruck im Prozess der Umstellung weiter nach Norden verschoben, was maßgeblich das Wetter noch bis Ende September mit warmen Temperaturen beeinflussen kann. Wieso? Die Tiefdruckaktivität wird mit beginnend winterlichen Temperaturen über Grönland auf dem "angeheizt". So entsteht über dem Atlantik ein Tiefdrucksystem nach dem anderen, welche an Intensität immer stärker simuliert werden. Gemäß "Aktio gleich Reaktio" gibt es auf der gegenüberliegenden Seite (Europa) eine Gegenreaktion in Form von hohen Luftdruck, welcher sich aber nicht aufwölbt, sondern quer über Spanien, Frankreich, Deutschland bis über das östliche Europa reichen kann. In Summe entsteht nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells daraus eine nördlich verschobene Südwestwetterlage, welche an der Grenze zu den Tiefdrucksystemen die ersten Herbststürme über dem nördlichen Europa ermöglichen könnte. Das europäische Wettermodell scheint mit seiner heutigen Simulation etwas "konservativer" zu sein und erhält mit einem Tief vor Mitteleuropa und einem Hoch über Skandinavien überwiegend eine südliche Strömungskomponente, welche warme und feuchte Luftmassen nach Deutschland führt. Jedoch fehlt in der langsam fortschreitenden Jahreszeit nicht mehr viel für eine nördliche Strömungskomponente, wenn sich östlich des Hochs ein Tiefdrucksystem ausbilden kann, so wie es ab und an in den letzten Tagen immer wieder einmal in den Simulationen der Wettermodelle gezeigt wurde. Zusammenfassend simulieren beide Wettermodelle für die Jahreszeit noch zu warme Temperaturen, wobei die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass sich daran bis zum 23./25. September nichts ändern wird. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Trend mehrheitlich, wobei die Niederschlagserwartung im Südwesten im Zeitraum zwischen dem 19./25. September als hoch, im Westen und Osten als mäßig und im Norden als gering einzustufen ist. Blickt man auf das aktuelle Temperaturmittel für September, so erkennt man mit knapp +2,3 Grad einen deutlichen Überschuss bei den Temperaturen, der in den kommenden Tagen eher noch zulegen wird. Insofern läuft einer möglichen Regulierung der Temperaturen auf September typische Werte die Zeit davon, so dass zum heutigen Stand mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der September zu warm, teils auch deutlich zu warm gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel ausfallen kann.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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