Bis zum 20. September steht ein warmer, teils mit Schauern und Gewittern durchzogener "Altweibersommer", örtlich mit Temperaturen über +25 Grad auch ein sommerlicher Wetterabschnitt bevor. Zu "verdanken" ist das einem Hochdrucksystem über Skandinavien, welches die Tiefdrucksysteme über dem Atlantik blockiert, so dass diese vor Mitteleuropa "in Lauerstellung" gehen und mit einer zunehmend südlichen Strömungskomponente warme, teils heiße aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland führen können. In Folge daraus kann am Wochenende von Westen her das Schauer- und Gewitterrisiko zunehmen, wobei die möglichen Temperaturen bspw. am Samstag zwischen +23/+28 Grad für die Jahreszeit viel zu warm sind. Im Zeitraum zwischen dem 20./25. September stellt sich die Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell langsam auf eine Südwestwetterlage um. Generell ist bei einer Südwestwetterlage im Westen, Südwesten und auch Nordwesten mit einer höheren Niederschlagserwartung als Südosten zu rechnen - im Detail kommt es hierbei auf die Position zwischen den Tiefdrucksystemen im Nordwesten und dem Hoch im Südosten an. Zum heutigen Stand ist dabei der potentielle hohe Luftdruck im Prozess der Umstellung weiter nach Norden verschoben, was maßgeblich das Wetter noch bis Ende September mit warmen Temperaturen beeinflussen kann. Wieso? Die Tiefdruckaktivität wird mit beginnend winterlichen Temperaturen über Grönland auf dem "angeheizt". So entsteht über dem Atlantik ein Tiefdrucksystem nach dem anderen, welche an Intensität immer stärker simuliert werden. Gemäß "Aktio gleich Reaktio" gibt es auf der gegenüberliegenden Seite (Europa) eine Gegenreaktion in Form von hohen Luftdruck, welcher sich aber nicht aufwölbt, sondern quer über Spanien, Frankreich, Deutschland bis über das östliche Europa reichen kann. In Summe entsteht nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells daraus eine nördlich verschobene Südwestwetterlage, welche an der Grenze zu den Tiefdrucksystemen die ersten Herbststürme über dem nördlichen Europa ermöglichen könnte. Das europäische Wettermodell scheint mit seiner heutigen Simulation etwas "konservativer" zu sein und erhält mit einem Tief vor Mitteleuropa und einem Hoch über Skandinavien überwiegend eine südliche Strömungskomponente, welche warme und feuchte Luftmassen nach Deutschland führt. Jedoch fehlt in der langsam fortschreitenden Jahreszeit nicht mehr viel für eine nördliche Strömungskomponente, wenn sich östlich des Hochs ein Tiefdrucksystem ausbilden kann, so wie es ab und an in den letzten Tagen immer wieder einmal in den Simulationen der Wettermodelle gezeigt wurde. Zusammenfassend simulieren beide Wettermodelle für die Jahreszeit noch zu warme Temperaturen, wobei die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass sich daran bis zum 23./25. September nichts ändern wird. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Trend mehrheitlich, wobei die Niederschlagserwartung im Südwesten im Zeitraum zwischen dem 19./25. September als hoch, im Westen und Osten als mäßig und im Norden als gering einzustufen ist. Blickt man auf das aktuelle Temperaturmittel für September, so erkennt man mit knapp +2,3 Grad einen deutlichen Überschuss bei den Temperaturen, der in den kommenden Tagen eher noch zulegen wird. Insofern läuft einer möglichen Regulierung der Temperaturen auf September typische Werte die Zeit davon, so dass zum heutigen Stand mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der September zu warm, teils auch deutlich zu warm gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel ausfallen kann.

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