Bis einschließlich Sonntag beeinflusst phasenweise ein kleinräumiges Tiefdrucksystem mit wechselnder bis starker Bewölkung und zeitweiligen Niederschlägen das Wetter über Deutschland, welche insbesondere am Freitag südlich des Mains auch kräftiger ausfallen können. Im Detail muss die Niederschlagssituation am Freitag noch abgewartet werden, da die dynamische Entwicklung des Systems entscheidend für die Niederschlagsintensität sein kann. Im Zeitraum zwischen dem 15./21. September simuliert das amerikanische Wettermodell im wesentlich zwei Wettersysteme, welches das Wetter in Deutschland beeinflussen können. So liegt über dem skaninavischen Raum weiterhin ein stabiles Hochdrucksystem und über dem westlichen Europa liegt zwischen Englang, Portugal, Spanien und den Azoren ein schwachgradientiges Tiefdrucksystem. Das kleinräumige Tiefdrucksystem vom Wochenende sorgt mit seinem "Abtropfvorgang" in Richtung Mittelmeer eine Aufrechterhaltung einer schwachen Tiefdruckrinne zwischen dem Tief über dem Westen über das Mittelmeer bis hin zur Türkei. Die Grundströmung kommt über Deutschland vorwiegend aus östlichen Richtungen und ist im Norden weitgehend trocken, während im Süden und im Schwerpunkt über dem Südwesten auch feucht-warme Luftmassen herangeführt werden können. In Folge daraus bleiben im Süden Schauer- und Gewitter wahrscheinlicher als im Norden, die Temperaturen liegen jedoch mit +20/+25 Grad, örtlich auch bis +27 Grad um +3/+5 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Da bis zum heutigen Stand die Durchschnittstemperatur im September um +2,7 Grad zu warm ist, wird der Monat wohl insgesamt zu warm ausfallen. Denn auch für das letzte September-Drittel simuliert das amerikanische Wettermodell eine Hochdruckdominanz, welche zeitweilig von Tiefdruckeinflüssen gestört werden kann. In Summe bleiben die Temperaturen gegenüber den Jahreszeit üblichen Werten zu hoch. Das europäische Wettermodell sieht diese Entwicklung bis zum 20. September ähnlich, wobei hier schwachgradientige Vorgänge zwischen dem 18./20. September über dem Westen und Süden vermehrt Niederschläge zulassen könnten, als es beim amerikanischen Wettermodell der Fall ist. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen deutlich zu warmen Verlauf im Zeitraum zwischen dem 15./23. September. Der Zeitraum zwischen dem 15./19. September zeigt sich überwiegend trocken mit leicht erhöhter Niederschlagswahrscheinlichkeit (Schauer) im Süden und Südwesten. Ab dem 23. September simulieren die Kontrollläufe eine langsame Normalisierung des Temperaturniveaus und eine zunehmend positive Niederschlagstendenz, welche im Süden stärker ausgeprägt ist, als im Norden. Insgesamt spricht die Konstellation der Systeme für eine höhere Wahrscheinlichkeit einer weiterhin hochdruckdominierten Wetterlage bei normalen bis zu warmen Temperaturen im letzten September-Drittel.

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