Das Hochdrucksystem über Skandinavien wird in seinem Einfluss auf das Wetter in Deutschland im Verlauf der Woche durch ein kleinräumiges Tiefdrucksystem gestört, welches nur sehr langsam bis zum Wochenende in ein Mittelmeertief übergeht. So ist der Wettercharakter meist wechselhaft, wobei die Niederschlagsaktivität von Ost nach West eine abnehmende Tendenz hat. Die Temperaturen pendeln sich - je nach Sonnenscheindauer - auf +17/+22 Grad ein und können mit entsprechender Niederschlagsdauer mit Werten zwischen +12/+18 Grad auch darunter liegen. Im weiteren Verlauf kann im Zeitraum zwischen dem 15./20. September das Hochdrucksystem über Skandinavien wieder vermehrt Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen, wobei die Niederschlagsaktivität in Form von Schauern und örtlichen Gewittern durchaus vorhanden bleibt. Die Kontrollläufe stützen diese Entwicklung mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum im Zeitraum zwischen dem 15./20. September mit seinem Mittelwert verbreitet um +1/+4 Grad über dem vieljährigen Durchschnittswert von 1961-1990 und die Niederschlagserwartung ist weitgehend schwach ausgeprägt. Die Großwetterlage zeigt sich nach dem amerikanischen und europäischen Wettermodell in Form eines "omnipräsenten" Hochdrucksystems über Skandinavien, welches sich bis zum 20. September von einem Trogsystem vor Mitteleuropa weiter nach Osten verschieben lässt, so dass das Tief das Hoch von Süden her unterwandern könnte und im Süden, bzw. Südwesten die Niederschlagswahrscheinlichkeit zum 18./20. September ansteigen lässt. Insgesamt sind die Vorgänge der Systeme zueinander als schwachgradientig zu bezeichnen und die Luftanströmung kommt überwiegend aus östlichen Richtungen, so dass örtliche Schauer- und Gewitter nicht gänzlich auszuschließen sind. Zusammenfassend ist bei einem möglichen Temperaturspektrum von +19/+24 Grad die Wetterlage durchaus als "Altweibersommer" mit kleinen Störungen zu bezeichnen. Und im letzten September-Drittel? So ein Skandinavienhoch lässt sich nicht so schnell "vertreiben", so dass die atlantische Frontalzone durchaus mehrere Versuche unternehmen benötigt, um den hohen Luftdruck über dem nördlichen Europa abzubauen. Diese Versuche sind in den Simulationen durchaus erkennbar und nach dem amerikanischen Wettermodell mag das wohl auch zum 24./25. September hin gelingen, es wird sich aber in den kommen Tagen zeigen ob das eine nachhaltige Simulation ist, oder nur eine vorübergehende Erscheinung. Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum zwischen dem 20./25. September eine Zunahme der Niederschlagsaktivität bei einer langsam normalisierenden Temperaturtendenz. Das Langfristmodell simuliert heute einen normalen Temperaturverlauf im September, Oktober und November, welcher im September und November auch eine leicht zu warme Tendenz hat. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich für alle Herbstmonate eine leicht zu trockene Tendenz ab.

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