Die spätsommerliche Witterung bleibt in der kommenden Woche überwiegend bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken mit etwas Niederschlag im Osten und entlang der Alpen erhalten. Lediglich im Norden und teilweise auch über dem Osten trüben teils dichte Wolkenfelder den Himmel ein, so dass die Stimmung phasenweise etwas herbstlicher werden kann. Der Grund hierfür ist ein kleinräumiges Tiefdrucksystem, welches von der Nordsee über die Ostsee zieht um dann zwischen Deutschland und Polen nach Südwesten abtropft. Dieser Prozess geht aber nur sehr langsam von statten, so dass das Tief bis zum Freitag mehr an Dynamik verliert und als "Höhentrog", oder "Höhentief" übergeht. Im Winter eine spannende Sache, im Spätsommer eher etwas "lästiges", da Bedeckungsgrad und die Niederschlagssituation nur schwer vorherzusagen ist. Im Zeitraum zwischen dem 12./20. September simuliert das amerikanische Wettermodell weiterhin eine überwiegende Hochdruckdominanz über Mitteleuropa, so dass die Niederschlagswahrscheinlichkeit als gering einzustufen ist, lediglich über dem Südwesten und in Teilen auch über der Osthälfte bleibt die regionale Schauerwahrscheinlichkeit erhöht und die Temperaturen können sich im Zeitraum zwischen dem 12./20. September auf +17/+23 Grad einpendeln. Das europäische Wettermodell simuliert phasenweise noch Höhentiefs bis zum 15. September über Mitteleuropa, so dass der Wettercharakter nach deren Stand leicht wechselhafter wird, an den spätsommerlichen Temperaturwerten ändert sich jedoch kaum etwas. Das Langfristmodell simuliert die Herbstmonate September und Oktober und November als zu trocken bei weitgehend normalen Temperaturverhältnissen, wobei der November eine leicht zu warme Tendenz hat. Insofern kann man in Summe die Simulation des Langfristmodells als eine Art Hochdruckdominanz in den Herbstmonaten interpretieren. Und der Winter, wie wird der vom Langfristmodell bewertet? Der Dezember leicht zu warm, der Januar und Februar überwiegend normal bei einer erhöhten Niederschlagsneigung. Anders ausgedrückt könnte nach dieser Variante ein leicht zu warmer, aber in einigen Regionen durchaus schneereicher Winter bevorstehen. Ist das gesichert? Keineswegs, denn noch ist immer nicht klar, ob es ein schwaches oder mittleres El Niño Phänomen geben wird und welche Auswirkungen daraus zu erwarten sind. Des Weiteren sind Randfaktoren des QBO und AMV (Atlantic Multidecadal Variability). Viel "Wissenschaft", aber zusammenfassend deutet vieles auf einen ganz normalen Winterverlauf hin, der in Zeiten des Klimawandels immer eine Tendenz hat, leicht zu warm auszufallen (Wintertemperaturen).

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