Der Aufbau des hohen Luftdrucks beginnt in diesen Stunden und ist bis zum Donnerstag weitgehend abgeschlossen. Sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell simulieren bis zum 5. September ein Hochdrucksystem mit Kern über dem nordöstlichen Europa und einer Keilausbildung bis zum Azorenhoch - dazwischen liegt Deutschland. Insofern ist eine zunehmend trockene Tendenz wahrscheinlich, lediglich südlich der Mittelgebirge kann ein Tiefdrucksystem über dem östlichen Mittelmeer mit feuchten Luftmassen und daraus folgenden Schauern und Gewittern vermehrt Einfluss nehmen, während es nördlich der Mittelgebirge überwiegend trocken bleiben wird. Im Zeitraum zwischen dem 6./8. September wird aus einer Hochdruckbrücke voraussichtlich ein autarkes Hochdrucksystem mit Kern über England, so dass Deutschland kurzzeitig auf die östliche und damit etwas kühlere Seite des Hochdrucksystems gelangt. Darüber hinaus differenzieren sich die Simulationen der Wettermodelle stärker. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so verliert das Hoch an "Elan" und driftet langsam weiter nach Osten ab, bleibt aber über Deutschland mit überwiegend warmen Temperaturen bis zum 10./13. September weitgehend wetterbestimmend und blockiert die atlantische Frontalzone. Auf der südlichen Seite des Hochdrucksystems sickern jedoch weiterhin feucht-warme Luftmassen ein, so dass im Süden, bzw. Südwesten die Schauer- und Gewitterwahrscheinlichkeit im Zeitraum zwischen dem 6./12. September generell als hoch einzustufen ist. Die Temperaturen können sich dabei verbreitet auf +20/+25 Grad einpendeln. Das europäische Wettermodell simuliert eine nicht ganz so einfache Wetterlage im Zeitraum zwischen dem 6./10. September. Demnach verliert das Hoch bei England an Dominanz und positioniert sich weiter gen Norden, zwischen England, Island, Grönland und Skandinavien. Somit besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Hoch von Süden her "unterwandert" werden kann. Sollte das eintreffen, so ist im Süden mit einer höheren Niederschlagserwartung als im Norden zu rechnen. Je nachdem, welche Zugbahn die Tiefdrucksysteme haben werden, sind auch länger anhaltende Niederschläge nicht auszuschließen (Alpen-/Mittelmeertief). Zusammenfassend überwiegt aber bei beiden Wettermodellen der Hochdruckeinfluss mit einem blockierenden Verhalten gegenüber der atlantischen Frontalzone (meridionales Strömungsmuster). Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich die trockene Tendenz im Zeitraum zwischen dem 5./10. September im Norden und zeitweilige Schauer und Gewitter im Süden. das Temperaturspektrum liegt gegenüber dem jahreszeittypischen Durchschnitt im Zeitraum zwischen dem 3./5. September etwa um +3/+6 Grad und im Zeitraum zwischen dem 6./10. September um +1/+4 Grad über dem "Normalwert". Darüber hinaus zeigt sich im zweiten September-Drittel eine normalisierende Temperaturtendenz. Der Mittelwert liegt im Zeitraum zwischen dem 3./10. September im Westen, Süden und Osten zumeist zwischen +20/+23 Grad und im Norden zwischen +18/+21 Grad.

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