Wetter im Herbst / Winter 2014/2015 - Witterungstrend vom 31. August

Auch heute simulieren die Wettermodelle erneut eine Wetterlage, bei der das erste September-Drittel weitgehend von hohem Luftdruck dominiert werden kann. Zwar "quetscht" sich am heutigen Sonntag über die Nordsee nach Südosten noch ein Tiefdrucksystem durch, nachfolgend kann sich aber eine Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch behaupten. So steigen im Wochenverlauf die Temperaturen bis zum Freitag voraussichtlich mit +24/+28 Grad verbreitet auf sommerliche Werte an - ob es gänzlich trocken bleiben wird, ist zum heutigen Stand noch abzuwarten, denn mit den warmen Luftmassen steigt etwa südlich der Mainlinie das Schauer und Gewitterrisiko an. Im Zeitraum zwischen dem 6./10. September clustert sich die Hochdruckbrücke und es könnte sich ein autarkes Hochdrucksystem bei England etablieren. Deutschland gelangt bei diesem Prozess mehr und mehr auf die östliche Seite des Hochdrucksystems, so dass kühlere und auch feuchtere Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden können. Im Detail muss diese Entwicklung aber abgewartet werden, denn wenige 100 km Positionsverschiebung des Hochdrucksystems können Entscheidend über Spätsommer oder Frühherbst sein. Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum zwischen dem 3./8. September ein etwa um 5 Grad gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel zu warmen Temperaturverlauf, der darüber hinaus bis zum 12. September eine normalisierende Tendenz hat. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Westen und Norden im Zeitraum zwischen dem 1./9. September eine weitgehend trockene Wetterperiode, welche sich im Süden und Osten auf den Zeitraum zwischen dem 3./6. September beschränken kann. Im Zeitraum zwischen dem 6./10. September nimmt im Süden und Osten die Niederschlagsneigung - voraussichtlich in Form von regionalen Schauern erneut zu. Das Temperaturspektrum teilt sich im ersten September-Drittel wie folgt auf: 3. September +16/+25 Grad (Mittelwert +20 Grad im Norden, Westen und Süden, +23 Grad im Osten), am 6. September +15/+25 Grad (Mittelwert +24 Grad im Osten, +23 Grad im Süden und Westen und +22 Grad im Norden), am 10. September +12/+25 Grad (Mittelwert +18 Grad im Norden, +21 Grad im Osten und Süden , +20 Grad im Westen). Das Langfristmodell zeigt für die Herbstmonate September, Oktober und November gegenüber den vieljährigen Durchschnittswerten einen normalen Temperaturverlauf, wobei der November zum heutigen Stand eine leicht zu warme Tendenz hat. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im September eine negative Tendenz, welche sich im weiteren Verlauf bis zum November normalisiert und im November selbst leicht positiv erscheinen kann.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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