Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2015 - Wetterprognose vom 11. Februar

Bis zum kommenden Wochenende sind sich die Wettermodelle weitgehend einig: teils neblig-trüb, teils sonnig bei weiterhin ansteigenden Temperaturen auf mäßig milde Werte. In Folge daraus nimmt auch in tieferen und mittleren Lagen im Süden die Schneedecke zunehmend ab. Am Samstag und Sonntag kann zum heutigen Stand im Westen und Südwesten die Niederschlagsneigung etwas ansteigen, sonst wird weiterhin ein trockener Witterungscharakter simuliert. Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Februar herrscht mittlerweile auch eine große Übereinstimmung in den Simulationen der Wettermodelle. So kann nach dem kurzen Tiefdruckeinfluss am Wochenende das Hochdrucksystem wieder an Dominanz über das Wetter in Mitteleuropa gewinnen und den Grundcharakter insgesamt niederschlagsarm halten, wobei teils zähe Nebelfelder nicht auszuschließen sind. Im gradientenschwachen Umfeld bleiben auch die Temperaturen nahezu unverändert und pendeln sich - je nach Sonnenscheindauer - auf +4/+8 Grad, bzw. auf -1/+4 Grad ein. Mit einem breiten Spektrum an Möglichkeiten simulieren die Wettermodelle noch eine spannende Wetterphase zum Beginn des letzten Februar-Drittels, bei der es im Detail auf die Hochdruckposition ankommt. Das amerikanische Wettermodell simuliert ein sich verstärkendes Hochdrucksystem und positioniert es zum 21. Februar westlich von Irland mit einem Kerndruck von 1050 hPa. Das europäische Wettermodell folgt dieser Variante des amerikanischen Wettermodells weitgehend und positioniert zum 21. Februar das Hoch mit einem etwas schwächeren Kerndruck von 1040 hPa noch etwas weiter westlicher, zwischen Irland und Neufundland. Spielt man die möglichen Varianten durch, so bleiben drei Wesentliche Szenarien übrig. Zum einen kann sich das Hochdrucksystem zu einem neuerlichen Blockadehoch auf dem Atlantik aufbauen und eine aufkeimende Westwindzirkulation unterbinden. In Folge daraus könnte sich eine höhere Wahrscheinlichkeit zu einer Nordwestwetterlage oder auch Trogwetterlage über Mitteleuropa ergeben, so dass der Winter in mittleren Lagen, teils aber auch tieferen Lagen noch nicht als beendet bezeichnet werden kann. In einer zweiten Variante könnte das Hochdrucksystem der atlantischen Frontalzone nichts entgegensetzen und sich zunehmend nach Süden zurückziehen. Eine sich langsam aber stetig weiter aufbauende Westwindzirkulation wäre demnach die wahrscheinlichste Variante, bei der Winterwetter bis in mittlere Lagen nur wenig wahrscheinlich wäre. In der dritten Variante verschiebt sich das Hoch in einer West-Ost Achse wieder über Mitteleuropa und blockiert sämtliche Wetteraktivitäten, so dass mit einem Fortbestand der ruhigen und mäßig milden Wetterlage zu rechnen wäre. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe sind sich bis zum 20. Februar weitgehend einig und belassen es beim mäßig milden und weitgehend ruhigem Wetter. Im Zeitraum 20./25. Februar simulieren die Kontrollläufe eine sich normalisierende Temperaturtendenz, so dass nach einer mäßig milden Phase eine nasskalte Witterungsphase nachfolgen könnte. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 20. Februar zwischen 0/+9 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad) und am 25. Februar zwischen -5/+10 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 22. Februar bei 10/30/60 und am 26. Februar bei 30/40/30, was den Normalisierungstrend der Temperaturen im letzten Februar-Drittel etwas deutlicher macht. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose zum Winter.
Update:
Bis zum 20. Februar simulieren die Wettermodelle kaum Veränderungen: überwiegend dominiert hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, so dass mit einen relativ trockenen Witterungscharakter gerechnet werden kann. So liegen die simulierten Niederschlagssummen bis zum 19. Februar zwischen 0 und 8 l/m², wobei im Westen und Südwesten die Niederschlagwahrscheinlichkeit höher als im Osten und Norden einzustufen ist. Spannend bleibt weiterhin der Ausblick in das letzte Februar-Drittel, wo der Variantenreichtum der Simulationen von tiefwinterlich kalt bis frühlingshaft mild reicht. Im Mittelwert dominiert aber weiterhin die nasskalte bis mäßig milde Variante. Beide Wettermodelle simulieren im letzten Februar-Drittel eine zunehmende Wahrscheinlichkeit für einen Polarwirbelsplitt, so dass nach dieser milden Phase ein erneuter "Wintereinbruch" im letzten Februar-Drittel nicht gänzlich auszuschließen ist. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 20. Februar bei 0/30/70 und am 26. Februar bei 15/30/55 und sprechen somit noch eine andere Sprache.
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Wetter im Winter 2015 - Wetterprognose vom 10. Februar

Die Wettermodelle bleiben in ihren Simulationen äußerst konstant. Bereits zum kommenden Wochenende kann in der Südhälfte mit Tauwetter bis in höhere Lagen gerechnet werden, so dass auch dort der Winter auf dem Rückzug ist. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ist im Zeitraum zwischen dem 14./18. Februar mit einer erhöhten Tiefdruckaktivität zu rechnen, bei der die Grundströmung aus überwiegend westlichen bis südwestlichen Richtungen kommt. Somit wird der Wettercharakter zunehmend wechselhaft, teils windig und mit weiter ansteigenden Temperaturen ist zu rechnen. So werden bspw. am 17. Februar Tageshöchstwerte zwischen +6/+11 Grad und in der Südhälfte auch entsprechende Niederschlagssummen simuliert, so dass mit einsetzendem Tauwetter die Hochwassergefahr in diesem Zeitraum eine ansteigende Tendenz haben kann. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Konstellation, allerdings ist hier das Tiefdrucksystem zentralisiert über Island positioniert und die Ausläufer der atlantischen Frontalzone greifen nur sehr "zögerlich" auf Mitteleuropa über. In Folge steigen die Temperaturen mit +2/+7 Grad auf überwiegend nasskalte Werte an, so dass sich das Tauwetter auf die tieferen bis mittleren Lagen beschränken könnte. Im Zeitraum 17./22. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell eine gemächliche Rückkehr des Azorenhoch über Mitteleuropa, was einen Wintereinbruch in weite Ferne rücken lässt. Warum? Das Hoch zeigt sich in den aktuellen Simulationen als "omnipräsent" und füllt sich in der Höhe mit warmen Luftmassen an (+4/+8 Grad in 1.600 Meter Höhe) - in tieferen Lagen fehlt für eine "Inversionswetterlage" eine entsprechende Schneedecke, so dass die Tageswerte auch in den darunter liegenden Gebieten mit +3/+9 Grad vielfach als mild zu bezeichnen sind. Allerdings steigt mit dem Hoch die Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung von zähen Nebelfeldern, so dass die Tageswerte in entsprechenden Gebieten um oder knapp unter 0 Grad liegen können. Anders ausgedrückt folgen die Wettermodelle in ihren Simulationen dem Trend der letzten Tage einer nachhaltigen Milderung, teils auch mit einem wechselhaften Abschnitt zur Monatsmitte. Wie stark die Milderung im Detail ausfällt, hängt im Wesentlichen davon ab, wie weit sich die atlantische Frontalzone in Richtung Mitteleuropa durchsetzen kann. Kann sich der Winter im letzten Februar-Drittel noch einmal bemerkbar machen? Die Kontrollläufe lassen im Zeitraum 20./25. Februar durchaus winterliche Varianten zu, welche in mittleren Lagen nochmals zu Schneefall führen können - mehrheitlich schwanken die Varianten jedoch zwischen nasskalten bis milden Möglichkeiten. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 25. Februar zwischen -2/+11 Grad bei einem Mittelwert von +4/+5 Grad. Was macht der Polarwirbel? Er ist und bleibt der "Hoffnungsträger" für Freunde des Winterwetters, da die Achse des dortigen "Polarhochs" letztlich nicht geklärt ist, aber sich weiterhin in einer für winterliche Verhältnisse über Mitteleuropa ungünstigen Position befindet. Das Langfristmodell bleibt in seiner Temperaturprognose mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel von -2/-0,5 Grad im Süden und -0,5/+0,5 Grad im Norden erstaunlich konsequent und berechnet den Februar weiterhin als zu kalt im Süden und im Norden normal bei einer deutlich negativen Niederschlagserwartung. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose zum Winter.
Update:
Weiterhin werden von den Wettermodellen im zweiten Februar-Drittel bevorzugt unwinterliche Varianten simuliert. Der Grund hierfür ist ein Hochdrucksystem, welches mal mehr oder minder präsent über Deutschland berechnet wird. Insbesondere im Zeitraum 14./17. Februar kann es Tiefdrucksystemen gelingen, sie Hochdruckdominanz kurzweilig mit etwas Niederschlag zu unterbinden. Grundsätzlich steigt bei einer so gradientenschwachen Wetterlage die Ausbildung von teils zähen Nebelfeldern, welche örtlich den ganzen Tag andauernd sein können. Die Temperaturen schwanken - je nach Sonnenscheindauer - zumeist zwischen +2/+8 Grad, örtlich auch bis +10 Grad, während bei Dauernebel -1/+2 Grad zu erwarten sind. In den Nächten ist mit -0/-5 Grad mit leichten bis mäßigen Frost zu rechnen.

Wetter im Winter 2015 - Wetterprognose vom 9. Februar

In den kommenden Tagen bleibt es im Norden mit Temperaturen zwischen +2/+7 Grad überwiegend nasskalt bis mild und im Süden mit Werten von meist unter +5 Grad weiterhin mäßig mild bis frisch, wobei auch im Süden mit einem leichten aber steten Rückgang der dort vorhandenen Schneedecke bis Freitag gerechnet werden kann. Am kommenden Wochenende simuliert sowohl das amerikanische als auch europäische Wettermodell eine langsame Abschwächung der Hochdruckdominanz über Mitteleuropa, bei der es einem Tiefdrucksystem bei England gelingen kann über Frankreich bis über die Mittelmeerregion vorzustoßen. Insgesamt ist dieser Vorgang zum heutigen Stand noch als gradientenschwach zu bezeichnen, so dass über Deutschland der zu Grunde liegende Wettercharakter am Wochenende noch trocken bleiben kann. Die Tageswerte verändern sich kaum und schwanken in den Gebieten mit Nebel um den Gefrierpunkt, sonst sind - je nach Sonnenscheindauer - zwischen +1/+7 Grad zu erwarten. Interessant sind in den Simulationen der Wettermodelle entsprechende Ansätze zu beobachten, bei der dieses Mittelmeertief die Hochdruckverbindung Mitteleuropa unterbricht und je nach Position über dem skandinavischen Raum sich zum 16. Februar ein autarkes Hochdrucksystem etablieren könnte, so dass im Zusammenspiel mit dem Mittelmeertief die Grundströmung im Zeitraum 16./20. Februar auf östliche Richtungen drehen kann. Zum aktuellen Stand fehlen über dem östlichen Europa jedoch entsprechende Kaltluftmassen, so dass dieses Konstrukt wohl nicht von langer Dauer sein wird. Stattdessen "tropft" das Mittelmeertief nach Süden hin ab und das Hoch verlagert sich etwas nach Osten und in Folge daraus verbleibt Deutschland im relativ trockenen und gradientenschwachen Bereich bei der die Grundströmung aus südöstlichen Richtungen kommen kann. Anders formuliert ändert sich nach dem amerikanischen Wettermodell bis zum 20. Februar kaum etwas: teils neblig-trüb, teils sonnig bei einer schwachen Niederschlagswahrscheinlichkeit und wenig veränderten Temperaturen. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Variante, jedoch schließt sich nach dem Mittelmeertief die Hochdruckbrücke wieder und kann sich im Zeitraum 17./19. Februar von den Azoren über Mitteleuropa bis zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland erstrecken. In Folge daraus wäre hiernach eine geringe Niederschlagsneigung bei wenig veränderten Temperaturen zu erwarten. Jedoch zeigt sich nach dem europäischen Wettermodell eine höhere Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, was in weiterer Abfolge in einer weiteren Milderung und höheren Niederschlagsaktivität in Form einer Südwestwetterlage enden kann. Zusammenfassend simulieren die Wettermodelle im zweiten Februar-Drittel wenig winterliches - die Schneedecke taut im Süden langsam vor sich hin und sonst pendeln die Temperaturen - je nach Sonnenscheindauer - zwischen +0/+7 Grad. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Die Kontrollläufe stützen eine langsame aber stetige Milderung im zweiten Februar-Drittel mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 15. Februar zwischen +1/+9 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad im Süden und Osten und +5/+7 Grad im Westen und Norden) und am 20. Februar zwischen +0/+12 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad). Im Detail zeigen die Kontrollläufe hinsichtlich der Niederschlagserwartung im Zeitraum 15./20. Februar noch ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten auf, so dass der niederschlagsarme Zeitraum 15./20. Februar noch nicht als gesichert eingestuft werden kann. Warum? Das liegt im Wesentlichen an der Zugbahn des möglichen Mittelmeertiefs. Das Langfristmodell bleibt - trotz der nun folgenden milderen Phase - seinen Wetterprognosen für Februar treu und simuliert gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Süden eine Abweichung von -2/-0,5 Grad und -0,5/+0,5 Grad im Norden, so dass der Februar überwiegend als leicht zu kalt bis normal berechnet wird. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Februar ein deutliches Defizit, was auch an der kommenden Hochdruckwetterlage liegen mag. Blickt man auf den Polarwirbel, so werden weiterhin Varianten gezeigt, bei der sich eine Hochdruckachse zwischen den Aleuten, Kanada, Grönland und den Azoren ausbilden kann. Da ein Wesentlicher Teil des aktiven Polarwirbels sich zum Zeitpunkt um den 20. Februar herum über dem sibirischen Raum befindet, ist eine mögliche Rückkehr des Winters zum letzten Februar-Drittel nicht unwahrscheinlich auch wenn die Verhältnisse der Kontrollläufen von zu von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) am 15. Februar bei 0/10/90 und am 22. Februar bei 10/20/70 einen deutlichen Trend zu einer nachhaltigen Milderung verfolgen. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose zum Winter.
Update:
Keine der heute simulierten Varianten war für das zweite Februar-Drittel auch nur im Ansatz winterlich. In einer weitgehend hochdruckdominierten Wetterlage können sich ab der Monatsmitte immer wieder auch Tiefdrucksysteme durchsetzen, in Summe läuft es aber immer auf eine Wechselspiel zwischen milden und nasskalten Temperaturwerten hinaus. Wie nachhaltig diese Milderungsphase ist, zeigt sich anhand der Kontrollläufe und deren Mittelwert, welcher im Schnitt etwa +3/+6 Grad über den jahreszeittypischen Werten liegt. Noch deutlicher wird das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5), welche zum heutigen Stand am 20. Februar bei 0/20/80 liegen. Erhebliche Unterschiede und damit auch noch weitere Varianten, zeigt sich in der Simulation des Polarwirbels, welcher im Zeitraum 16./22. Februar durchaus auch einen Polarwirbelsplitt erfahren kann. In den meisten Varianten zeigt sich der Splitt aber so, dass der für Mitteleuropa bestimmende Kaltluftwirbel weiterhin über Kanada/Grönland liegt (wenig Veränderungen - wenig winterlich). Nichtsdestotrotz bleibt dieser splittähnliche Ansatz des Polarwirbels in den Simulationen so etwas wie ein "Hoffnungsschimmer" für die Freunde des Winterwetters. Warum? Hochdrucksysteme und deren Achsverteilung sind im Polarwirbel selbst ein komplexer Vorgang und minimale Veränderungen des Achsverlaufes kann entlang der Polarfront grundlegend andere Ergebnisse herbeiführen. Zusammenfassend ist eine nachhaltige Milderung im zweiten Februar-Drittel als wahrscheinlich zu bewerten - lediglich der mögliche Polarwirbelsplitt kann da noch etwas an Unsicherheiten beitragen

Wetter im Winter 2015 - Wetterprognose vom 8. Februar

In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen in der Höhe von -10 Grad bis zum 11. Februar auf +5 Grad an - mit einer entsprechenden Durchmischung hätte das in tieferen Lagen Tageswerte in zweistelliger Höhe zur Folge. Tatsächlich stellt sich aber im Wochenverlauf eine gradientenschwache Hochdruckwetterlage ein, bei der es zum Wochenstart im den östlichen und südöstlichen Landesteilen noch nennenswerten Neuschneezuwachs geben kann. Somit fehlt die Durchmischung, so dass die Tageswerte im Norden - je nach Nebelauflösung, bzw. Sonnenscheindauer - auf +4/+8 Grad und im Süden auf -1/+5 Grad ansteigen können. Der niedrige Taupunktwert sorgt im Süden für ein nur langsames abtauen der dort vorhandenen Schneedecke. Im Zeitraum 13./15. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell eine sich abschwächende Hochdruckdominanz, so dass aus nördlichen Richtungen ein Tiefdrucksystem auf Deutschland übergreifen kann. Die Grundströmung dreht auf Nordwest und nimmt an Stärke zu und in Folge daraus können die Luftmassen eine entsprechende Durchmischung erfahren. Die simulierten Tageswerte liegen am 13. Februar im Nordwesten zwischen +5/+10 Grad und im Südosten zwischen +1/+5 Grad. Nachfolgend können bis zum 15. Februar aus nordwestlichen Richtungen wieder kühlere Luftmassen advehiert werden was zu einem nasskalten Witterungscharakter führen kann, bei dem ab den mittleren Lagen (400-800 Meter) wieder mit etwas Neuschnee zu rechnen ist. Anders die Simulationen des europäischen Wettermodells welches die Hochdruckdominanz bis zum 15. Februar zwar auch zurückrechnet, allerdings gleich in dem Maße, als dass sich die Hochdruckachse in einer südwest-nordost Ausrichtung von den Azoren bis nach Deutschland positionieren kann. In Folge würde sich eine wechselhafte und relativ milde Südwestwetterlage einstellen können. Zusammenfassend folgen die Wettermodelle dem Trend der letzten Tage einer durchgreifenden Milderung im zweiten Februar-Drittel. Hat sich der Winter damit erledigt? Der Winter wird es zwar im zweiten Februar-Drittel schwer haben, wobei eine Rückkehr zum Wechsel in das letzte Februar-Drittel nicht gänzlich auszuschließen ist. Warum? Das liegt im Wesentlichen im Polarwirbel begründet. Je nach Simulation ergeben sich zwei wesentliche Varianten, welche maßgeblich über den restlichen Verlauf des Winters entscheidend sein können. Zum einen kann sich von Kanada, über Alaska bis zum ostsibirischen Raum eine Hochdruckbrücke aufbauen, welche den Kaltluftwirbel bei Kanada/Grönland stützt. Demnach bleibt es nur eine Frage der Zeit, bis das aktiv-dynamische Westwindwetter wieder an Einfluss auf das Wetter über Mitteleuropa gewinnen kann, so dass sich der Winter mit höherer Wahrscheinlichkeit auch im letzten Februar-Drittel nicht bis in tiefere Lagen durchsetzen kann. In einer zweiten Variante entsteht im Polarwirbel eine fast ähnlich ausgerichtete Hochdruckachse, jedoch kann sich ein Hochdruckkeil in Richtung Grönland positionieren. Somit besteht durchaus auch die Möglichkeit, dass das Azorenhoch auf dem Atlantik sich nicht "flach" in eine West-Ost Richtung auslegt, sondern sich erneut aufwölben kann. In Folge daraus hätte über Mitteleuropa ein meridionales Nord-Süd Strömungsmuster eine höhere Wahrscheinlichkeit, so dass eine Rückkehr des Winters bis in tiefere Lagen zum Wechsel in das letzte Februar-Drittel nicht gänzlich auszuschließen ist. Welche der Varianten ist zum heutigen Stand wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe sind äußerst differenziert, schwanken mehrheitlich aber im Zeitraum zwischen dem 15./20. Februar zwischen einer nasskalten bis milden Variante. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 15. Februar zwischen -1/+7 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad im Süden und Osten und +5/+6 Grad im Norden und Westen) und am 20. Februar zwischen -3/+11 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad im Süden und Osten und +5/+6 Grad im Westen und Norden). Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose zum Winter.
Update:
Die Wettermodelle bleiben ihren Simulationen weitgehend treu und lassen für das zweite Februar-Drittel kaum mehr Überraschungen oder Varianten zu. Demnach überwiegt eine Hochdruckdominanz über Mitteleuropa, welche zur Monatsmitte kurzzeitig auch unterbunden werden kann. In Folge daraus verbleiben die Temperaturen mit höherer Wahrscheinlichkeit im nasskalten bis milden Bereich und winterliche Temperaturen haben nur sehr geringe Wahrscheinlichkeiten. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 15. Februar bei 0/40/60 und am 20. Februar bei 10/20/70.

Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,31 +0,84 -0,24 694 l/m² - etwas zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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