Das Sturmtief vom kommenden Wochenende zieht im weiteren Verlauf weiter nach Norden ab und positioniert sich zwischen dem 18./22. Februar zwischen Skandinavien, Karasee und der Barentssee. Hinter dem Tiefdrucksystem kann sich zwischen Island, Skandinavien und England ein schwaches Hochdrucksystem ausbilden, was das aktive und dynamische Atlantikwetter zunächst einmal "bremst". Die Tiefdrucksysteme schlagen dabei eine südlichere Bahn ein und führen auf ihrer Vorderseite wärme Luftmassen nach Deutschland, so dass das Wetter im Grundcharakter nicht gänzlich trocken bleiben wird, jedoch die Niederschlagswahrscheinlichkeit und auch der Wind eine nachlassende Tendenz hat. Anders ausgedrückt ist von winterlichen Verhältnissen bis zum 21. Februar in den Simulationen der Wettermodelle wenig zu erkennen. Zwar sammeln sich über dem nördlichen Europa ordentliche Kaltluftmassen an, diese tropfen jedoch - zum heutigen Stand - nach Osten ab, so dass Deutschland auf der relativ milden Seite der "Welle" liegt. Die Wahrscheinlichkeit für die teils wechselhafte, teils trockene Variante mit für die Jahreszeit weiterhin zu warmen Temperaturen im Zeitraum zwischen dem 17./21. Februar liegt bei etwa 48 Prozent. Was sind die anderen Varianten? Die zweite Variante (27 Prozent) besteht in einem stärkeren Hoch zwischen Grönland und Skandinavien, so dass die kalte Luft nicht über dem östlichen Europa, sondern in Richtung Mitteleuropa strömt. Sollte das der Fall sein, so ist eine Grenzwetterlage mit teils nasskaltem Wetter im Norden und relativ milden Temperaturen im Süden nicht unwahrscheinlich. Eine dritte Variante (25 Prozent) besteht in der Ausbildung eines Skandinavienhochs, welches über Deutschland eine durchaus frische östliche Grundströmung zur Folge hätte. Anders ausgedrückt ist ein teils milder Wettertrend im Zeitraum zwischen dem 18./22. Februar wahrscheinlich. Die Signale einer Umstellung der Großwetterlage sind für das letzte Februar-Drittel jedoch weiterhin vorhanden und können - müssen aber nicht zwingend - zu einem winterlichen Szenario führen. Insofern kann auch heute der Winter noch nicht für beendet erklärt werden. Gegen 20:30 Uhr erfolgt eine Aktualisierung des Wettertrends.
Update:
Der nasskalte bis milde Trend festigte sich im Tagesverlauf weiter und erreicht im Zeitraum zwischen dem 18./23. Februar bis zum Abend eine Wahrscheinlichkeit von 51 Prozent. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. am 21. Februar Werte zwischen +0/+10 Grad bei einem Mittelwert von +5 Grad im Norden und +6 Grad im Süden.

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