Der Winter war bislang geprägt durch eine lang andauernde Periode von Kaltluftströmungen über das östliche Kanada bis nach Neufundland. So wurde der Wettermotor auf dem Atlantik immer wieder auf das Neue angefacht und teils beeindruckende Tiefdrucksysteme in Richtung Mitteleuropa entsendet. Die sog. Erhaltungsneigung hält auch noch über das Wochenende hinaus an, so dass mit weiteren Starkwindereignissen und teils richtig warmen Temperaturen am Wochenende zu rechnen ist. Zwischen dem 18./22. Februar bleiben die Signale einer Umstellung der Großwetterlage bestehen. Immer wieder setzen sich in den Simulationen Varianten durch, welche das Azorenhoch gen Norden "aufwölben" lassen - solche Varianten gab es zuletzt Anfang Dezember 2013 zu sehen. Was hätte ein "Aufwölben" für Folgen? Das Hoch blockiert auf dem Atlantik durch seine nach Norden gerichtete Achse die Tiefdrucksysteme, so dass diese nicht mehr nach Mitteleuropa vordringen können. Je nach Position des Hochs können Kaltluftmassen arktischen Ursprungs nach Süden strömen. Somit sind das durchaus ernsthafte Signale für eine Umstellung des bisherigen Zirkulationsmusters. Was ist die Ursache einer "plötzlichen" Blockade? Damit eine Nordwärtsbewegung stattfinden kann, sollte - vereinfacht ausgedrückt - im Norden hoher Luftdruck vorhanden sein. Sowohl das amerikanische, als auch das europäische Wettermodell simulieren im Zeitraum zwischen dem 18./22. Februar ein mehr oder minder starkes Polarhoch, welches eine "Verbindung" zu anderen Hochdrucksystemen rund um die Polarfront aufnehmen kann. In Folge dessen wird die Polarfront in Schwingung versetzt und es kommt zu vermehrten Wellenbewegungen, welche sich in Form von Trogvorstößen bemerkbar machen. Nun haben solche Tröge eine warme und eine kalte Seite und auf welcher Seite Deutschland liegen wird, bleibt abzuwarten. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung des Wettertrends.
Update:
Der Wettertrend bleibt im Zeitraum zwischen dem 17./23. Februar nasskalt (+1/+7 Grad), wobei die Wettermodele durchaus unterschiedliche Varianten zeigen. Insbesondere das europäische Wettermodell sieht im Zeitraum zwischen dem 17./21. Februar teils winterliche Möglichkeiten für Lagen oberhalb etwa 400-600 Meter. Das amerikanische Wettermodell hingegen schwankt stark von Lauf zu Lauf, wobei abwechselnd mal nasskaltes und mal mildes Wetter simuliert wird.

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