Das Warming in der Stratosphäre wurde von den Messsonden gestern mit einem vorläufigen Höhepunkt von -1 Grad erfasst, so dass ab heute die realen Messwerte in den Simulationen der Wettermodelle mit einfließen werden. In den letzten 48 Stunden gab es in den Simulationen erhöhte Schwankungen, nun gleichen sich die Wettermodelle wieder etwas an. So zeigen diese im Zeitraum zwischen dem 13./16. Februar mit einem Kerntief zwischen England, Island und Skandinavien an dessen Südgradienten ein erhöhtes Sturmpotential für Mitteleuropa. Gleichzeitig kommt der Wind aus südwestlichen Richtungen, so dass die Temperaturen bspw. am 15. Februar im Süden mit Föhnunterstützung auf bis +15 Grad ansteigen könnten, sonst bewegen diese sich meist zwischen +4/+10 Grad. Dabei kommt es zwischen dem 13./16. Februar wiederholt zu teils kräftigen Regenfällen. Zwischen dem 16./21. Februar scheint sich nun auch etwas in der Zirkulationsstruktur zu verändern. So zeigen sowohl das amerikanische als auch das europäische Wettermodell ein langsames mäandrieren der Druckgradienten zueinander. U.a. hat das damit zu tun, dass hoher Luftdruck in diesem Zeitraum in die Polregion vordringt, was eine zunehmende Schwingung der Polarfront zur Folge hat. Trogwetterlagen werden damit wahrscheinlicher. Zum aktuellen Stand werden die Troglagen und die damit einhergehenden Kaltluftvorstöße gar so simuliert, dass ein Wintereinbruch zwischen dem 18./22. Februar über Mitteleuropa denkbar ist. Letztlich wird aber die Lage eines solchen möglichen Troges darüber entscheiden ob frühlingshaft mildes, oder winterliches Wetter vorherrschen wird. Was ist die wahrscheinlichste Wetterlage? Neben einer Trogwetterlage hat eine Erhaltungsneigung mit nasskalten und windigem Westwetter weiterhin das größte Entwicklungspotential. Warum? Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada hält weiterhin an und es bleibt abzuwarten, ob sich daran in den kommenden Tagen etwas ändert. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. am 19. Februar Werte zwischen -3/+6 Grad bei einem Mittelwert von +3 Grad im Süden und +4 Grad im Norden. Das Langfristmodell reagiert bisher verhalten darauf und simuliert das Wetter im Februar gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel etwa +2 bis +4 Grad zu warm (ist gegenüber den letzten Tagen um etwa 1 Grad zurückgegangen). Gegen 20:30 Uhr erfolgt eine Aktualisierung des Wettertrends.
Update:
Es bleibt im wesentlichen dabei - mildes, teils aber auch nasskaltes Wetter bis zum 16. Februar ist sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus ist zwischen dem 17./21. Februar eine Zirkulationsumstellung mit winterlichen Optionen durchaus denkbar. Das Temperaturspektrum liegt am 19. Februar zwischen -5/+10 Grad bei einem Mittelwert von +5 Grad im Norden und +3 Grad im Süden.

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