Ein Sturmtiefzentrum zwischen Island, England und Skandinavien dominiert das Wettergeschehen auch in der kommenden Woche. Dabei können z.T. kräftige Randtiefdrucksysteme entstehen, so dass Sturm-, teils auch Orkanpotential bis zur Wochenmitte durchaus vorhanden ist. Die Temperaturen pendeln sich ab Sonntag mit +1/+7 Grad auf überwiegend auf nasskalte bis milde Werte ein und die Schneefallgrenze schwankt zwischen 500-800 Meter, in den Nächten teils auch darunter. Winterwetter sieht anders aus. Daran wird sich auch bis zum 15. Februar mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts ändern. Die atlantische Frontalzone ist omnipräsent und der Langwellentrog erstreckt sich von Neufundland bis über das östliche Europa und auch der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland hält nun seit Mitte Dezember mehr oder minder konstant an, was die milde Zirkulationsstruktur über Mitteleuropa erhält. Auch darüber hinaus bleiben die Simulationen der Wettermodelle bis zum Ende des zweiten Februar-Drittels für die Jahreszeit zu mild und ein Wintereinbruch, der seinen Namen auch verdient hat, ist weiterhin nicht in Sicht. Gibt es andere Varianten? Die gibt es durchaus, sind jedoch weiterhin theoretischer und hypothetischer Natur und finden ab und an auch in den Simulationen statt. Zu beobachten ist weiterhin das bestreben über der Polarregion ein Polarhoch entstehen zu lassen. Gleich von drei Seiten (Bering-Meer, Barentssee und dem nördlichen Kanada) "strömt" dabei hoher Luftdruck gen Nordpol, was die Polarfront (Jetstream) insgesamt in Schwingung versetzen wird. Auch ein sog. "Downstream-Development" ist zwischen dem 15./18. Februar im Bereich des möglichen. Anders formuliert bleibt das Spektrum nach dem 15. Februar vielfältig, wenngleich Winterwetter wenig wahrscheinlich ist. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. für den 15. Februar Werte zwischen -4/+10 Grad bei einem Mittelwert von +6 Grad im Norden und +4 Grad im Süden. Das Langfristmodell simuliert ebenfalls einen deutlich zu warmen Verlauf des Wetters im Februar - die aktuellen Temperaturabweichungen betragen gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel von 1961-1990 zwischen +3/+5 Grad. Gegen 20:30 Uhr erfolgt eine Aktualisierung des Wettertrends.
Update:
Bis zum 14./16. Februar ist von einem Wintereinbruch in den Simulationen der Wettermodelle weiterhin wenig zu sehen, jedoch nehmen die Signale zur Umstellung der Zirkulation weiter zu. So ergeben sich darüber hinaus teils extreme Lösungen, die zum letzten Februar-Drittel die Zirkulation kippen können. Diese Schwankungen werden in den kommenden Tagen noch weiter anhalten, da die Auswirkungen des Warmings in der Stratosphäre nun als reale Variablen einfließen und nicht mehr nur - vereinfacht ausgedrückt - "graue Simulationstheorie" sind. Ob das alles doch noch für winterliche Verhältnisse reichen wird, bleibt abzuwarten. Der hierfür wahrscheinliche Zeitraum liegt zwischen dem 17./21. Februar

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