Der Grundcharakter bleibt bis zum 22./23. Januar wechselhaft und nasskalt. Die Schneefallgrenze schwankt im Norden zwischen 100-400 Meter, in der Mitte zwischen 400-800 Meter und im Süden zwischen 400-1.200 Meter. Zeit- und Phasenweise können sich im Norden, bzw. Nordosten auch Schneeflocken bis in tiefere Lagen durchsetzen, so dass dort auch eine leichte "Anzuckerung" der Landschaft möglich ist. Die vom Atlantik kommenden Tiefdrucksysteme haben eine Nordwest - Südost Zugrichtung, was einen Fortbestand der nasskalten Witterung bis zum 25. Januar äußert wahrscheinlich macht. Dabei sinkt die Schneefallgrenze in ganz Deutschland auf mittlere Lagen um 400-700 Meter ab. Über den 25. Januar zeigen die Höhenkarten um den Polarwirbel eine spannende und vielleicht auch wegweisende Entwicklung. Zwischen dem westlichen Kanada, Alaska und den Aleuten werden im Verbund zwischen Hoch- und Tiefdrucksystem warme Luftmassen in Richtung Nordpol transportiert, so dass dort zum 24. Januar das Polarhoch einen Kerndruck von 1055 hPa erreichen kann. Das sind ernstzunehmende Ansätze für einen Polarwirbelsplitt, die Jahreszeitlich bedingt nun häufiger wahrscheinlich werden. Die Stratosphärenkarten zeigen in den kommenden Tagen mehrere Minor-Warmings zwischen Sibirien und Kanada aktiv. Im Grunde spiegelt das den Zustand des Polarwirbels wieder, welcher - Aufgrund der "Angriffe" - zunehmend instabil wird und mit einem neutralen bis negativen AO-Index wiedergegeben werden. Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland hält weiter an, so dass weitere Tiefdrucksysteme in Richtung Mitteleuropa "geschleudert" werden. Gleichzeitig werden zwischen dem 24./28. Januar Kaltluftmassen zwischen Grönland und Skandinavien angesammelt. Anders ausgedrückt fehlt nicht mehr all zu viel, um diese Kaltluftmassen nach Süden ausbrechen zu lassen, bzw. steht im Zeitraum zwischen dem 26./29. Januar eine erneute Entscheidungsphase bevor, ob sich aus den Rahmenbedingungen ein Wintereinbruch ergibt, oder es bei der nasskalten Witterung bleibt. Die Kontrollläufe entziehen sich einer Entscheidung und bleiben neutral und passen sich im Mittel an eine nasskalte Variante an. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 25. Januar zwischen -2/+5 Grad bei einem Mittelwert von +3 Grad im Norden und +2 Grad im Süden. Gegen 20:15 Uhr erfolgt eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Kaum Veränderungen - bis 25. Januar nasskalt, darüber hinaus steigen die winterlichen Optionen etwas an, von einem Wintereinbruch kann man aber (noch) nicht sprechen. Ein möglicher Polarwirbelsplitt zwischen 25./27. Januar wird zunehmend wahrscheinlicher. Insgesamt deuten die Randfaktoren auf einen winterlichen Abschnitt oberhalb 200-500 Meter am Ende des Monats hin.

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