Die Wettermodelle werden für die Wetterprognose im letzten Januar-Drittel zunehmend konkreter. Das Hoch zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland bleibt präsent und lässt sich durch den Atlantik nicht gänzlich "weg drücken". Somit gelingt es dem Hoch weitere Kaltluftmassen arktischen Ursprungs "anzuzapfen" und stärkt sich somit in seiner Position. Gleichzeitig werden - Aufgrund der Hochdruckposition - die Tiefdrucksysteme vom Atlantik kommend nach Südosten über das Mittelmeer abgelenkt. Ein Trog Mitteleuropa wird damit zunehmend wahrscheinlicher, da auch das Hochdrucksystem bei den Azoren eine dafür günstige Position einnimmt. Als Folge daraus "rutschen" die Tiefdrucksysteme in einer Nordwest- nach Südostrichtung über Deutschland in Richtung Mittelmeer ab, was grundsätzlich einen nasskalten Wettercharakter zur Folge hat. Darüber hinaus werden im Verbund zwischen tiefem Luftdruck über Deutschland / Alpen / Mittelmeer und hohem Luftdruck im Norden kühlere Luftmassen advehiert, so dass die Schneefallgrenze bis zum 25. Januar auf 300-600 Meter - unter gewissen Umständen auch bis in tiefere Lagen - absinken kann. Anders ausgedrückt wird ein für Deutschland typischer winterlicher Abschnitt im letzten Januar-Drittel mit 52 Prozent immer wahrscheinlicher. Die Kontrollläufe stützen dieses nasskalte Szenario mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 23. Januar zwischen -4/+5 Grad bei einem Mittelwert zwischen +4 Grad im Norden und +3 Grad im Süden. Bei den Randfaktoren zeichnet sich in den Simulationen der Wettermodelle im letzten Januar-Drittel ein weiteres Warming in Stratosphärenhöhe ab, dessen detaillierte Entwicklung weiter abgewartet werden muss. Die Mögliche Auswirkungen des Warmings fallen aber eher in das erste Februar-Drittel. Der NAO-Index ist neutral bis positiv, der AO-Index neutral bis negativ - hieraus ist keine Aussage über die weitere Wetterentwicklung möglich. Das Langfristmodell zeigt gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel zwischenzeitlich nur noch eine leicht zu milde Vorhersage für das Wetter im Februar. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung des Wettertrends.
Update:
Ein Hoch über Skandinavien / westl. Russland, ein Hoch über den Azoren. Zwischen diesen Hochdrucksystemen stoßen immer wieder Tiefdrucksysteme vor und Deutschland liegt zwischen den Fronten. Somit steigt im Zeitraum zwischen dem 18./23. Januar die Wahrscheinlichkeit für die nasskalte Variante auf 56 Prozent. In höheren Lagen - zwischen 400-800 Meter schwankend - können die Niederschläge ab dem 22./24. Januar auch in Schnee übergehen. Ob es für eine Ausbildung einer Schneedecke reicht, bleibt zum heutigen Stand abzuwarten.

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