Bis zum 18./20. Januar ist das Wetter zwischenzeitlich klar strukturiert - wechselhaft, teils nasskalt mit Optionen auf ein paar Schnee- oder Graupelschauer, teils aber wird es auch mit Werten zwischen +4/+8 Grad für die Jahreszeit zu warm. Im Zeitraum zwischen dem 18./21. Januar sind die Wettermodelle differenzierter. In der einen Variante erstarkt das Azorenhoch und wölbt sich dabei auf dem Atlantik in Richtung Island auf, so dass auf dessen Ostseite die Tiefdrucksysteme über Nordwest in Richtung Mittelmeer abrutschen können - im weiteren Verlauf kippt die Luftströmung mit Hilfe des Mittelmeertief auf eine nördliche Richtung. Als Folge daraus gestaltet sich das Wetter bis zum 21./23. Januar in tieferen Lagen zunächst nasskalt, wobei die Schneefallgrenze immer weiter herunter kommt. Bis zum 25. Januar ist dann Schneefall bis in tiefere lagen nicht auszuschließen. Die zweite Variante geht mit dem ewigen Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland einher. Der "Wettermotor" bezieht daraus seine Energie und kommt wieder voll auf Touren. Das Azorenhoch hat dem Tiefdrucktakt nichts entgegenzusetzen und legt sich "flach", so dass es über Mitteleuropa zu einer äußerst dynamischen und turbulenten Westwetterphase kommen kann. Winterwetter wäre in dieser Variante nahezu auszuschließen. Die dritte Variante ist eine Hochdruckverbindung (Brücke) zwischen dem Azoren- und Skandinavien-/Russlandhoch. Das Westwetter hätte demnach keine Chance, aber auch der Winter nicht, da ein möglicher Kaltluftzustrom aus Norden blockiert wird - allenfalls aus Osten könnte kalte Luft advehiert werden, die bis dato aber schlichtweg nicht vorhanden ist. So ist die dritte Variante als "weder Fisch noch Fleisch" zu bezeichnen. Und welche der Varianten ist nun die Wahrscheinlichste? Die Wettermodelle schwanken mehr oder minder zwischen allen drei Varianten hin und her, so dass derzeit die Wahrscheinlichkeiten sehr nah beieinander liegen, in Summe ist aber die Nasskalte im Zeitraum zwischen dem 19./25. Januar mit 38 Prozent die wahrscheinlichste Variante. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Weiterhin sind die "absolut" winterlichen Verhältnisse in den Simulationen der Wettermodelle im letzten Januar-Drittel nicht zu erkennen. Allerdings werden gewisse Grundsteine gelegt, die sowohl im amerikanischen, als auch europäischen Wettermodell erkennbar sind. Anders ausgedrückt ist der nasskalte bis milde Wettertrend zwischen dem 17./20. Januar äußerst wahrscheinlich. Im letzten Januar-Drittel ist dann die nasskalte Variante mit stetig sinkender Schneefallgrenze wahrscheinlich - ob das für eine "Einwinterung" bis in tiefere Lagen reicht, muss abgewartet werden - für höhere Lagen ist eine winterliche Periode durchaus erkennbar.

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