Zwar sind sich die Wettermodelle weiterhin uneinig, jedoch festigt sich mit 58 Prozent der nasskalte Trend zwischen dem 12./15. Januar zunehmend. Bei Temperaturen zwischen +2/+8 Grad kommt es immer wieder zu zeitweiligen Niederschlägen. Die Schneefallgrenze schwankt tagsüber zwischen 800-1.100 Meter und kann in den Nächten bei Werten zwischen +4/+1 Grad bis auf 500 Meter absinken, bei Aufklaren ist Frost bis -2 Grad möglich. Darüber hinaus bleibt es spannend und es ergeben sich weiterhin drei mögliche Varianten. Entscheiden ist und bleibt dabei die Position des Hochdrucksystems über Skandinavien. Die erste Variante ist die Ostwärtsverlagerung des Hochdrucksystems. Das hätte zur Folge, dass die Tiefdrucksysteme aus dem Westen vermehrten Einfluss auf das Wetter in Deutschland ausüben können. So sind mit einer Südost- bis Südströmung besonders im Süden wieder milde Luftmassen möglich - Temperaturen zwischen +4/+8 Grad sind dann nicht auszuschließen. Die zweite Variante ist eine Positionierung der Hochdrucksystems direkt über Skandinavien. Sollte das der Fall sein, so müssten die Tiefdrucksysteme aus dem Westen den Umweg über die Alpen in Kauf nehmen - ein Mittelmeertief wäre die wahrscheinlichste Lösung, was wiederum eine im Süden nasskalte und im Norden durchaus frostige Grenzwetterlage zu Folge hätte. Die dritte Variante ist eine Verlagerung des Hochs nach Westen, wobei im Verbund mit dem Tiefdrucksystem kalte Luftmassen auf direktem Wege nach Deutschland geführt werden können - klassisches Winterwetter wäre dabei die Folge daraus. Wie stehen diese drei Varianten im Verhältnis zueinander, bzw. welche Variante ist wahrscheinlicher? In den aktuellen Simulationen ist die Ostwärtsverlagerung mit 42 Prozent die gängigste Variante, gefolgt von der zweiten Variante - der Grenzwetterlage - mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent. Übrig bleibt mit einer Wahrscheinlichkeit von 23 Prozent die winterliche Wetterlage. Die Kontrollläufe schwanken noch, so dass keine der Varianten die 50 Prozent Hürde schafft - grundsätzlich sind noch eine Vielzahl an Möglichkeiten gegeben. Das Temperaturspektrum liegt am 14. Januar zwischen -1/+6 Grad und erreicht einen Mittelwert von +4 Grad im Norden und +5 Grad im Süden. Am 17. Januar liegt das Spektrum zwischen -4/+8 bei einem Mittelwert von +3 Grad im Norden und +5 Grad im Süden. In Summe wenig winterlich. Das Langfristmodell bleibt unbeirrt bei seiner zu warmen Wettervorhersage für den Januar. Die Temperaturabweichungen gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel betragen zwischen +2 bis +4 Grad. Für Februar betragen die Temperaturabweichungen ebenfalls zu warme +1 bis +2 Grad. Wie sind die Randfaktoren? Der AO-Index ist neutral bis negativ simuliert, der NAO-Index neutral bis leicht positiv. Also "weder Fisch noch Fleisch" - wenig Richtungweisend. Ist ein weiteres Warming in der Stratosphäre abzusehen? Es gibt vermehrte Signale, die auf ein Warming im letzten Januar-Drittel hindeuten, aber dessen Entwicklung muss erst noch abgewartet werden. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung des Wettertrends.
Update:
Das Hoch wird stetig weiter nach Osten verlagert, somit hat die winterliche Variante nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 21 Prozent. Die nasskalte Variante mit einer Grenzwetterlage im Norden folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 31 Prozent. Der "Favorit" der letzten Tage, die milde Variante, setzt sich mit 48 Prozent zunehmend durch und ist damit im Zeitraum zwischen dem 12./16. Januar äußerst wahrscheinlich. Darüber hinaus bleibt die Tendenz zu nasskalten Wetter mit Schneeoptionen in höheren Lagen erhalten.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!