Mit einer Wahrscheinlichkeit von 52 Prozent gestaltet sich das Wetter zwischen dem 12./16. Januar mit Tageswerten zwischen -0/+5 Grad in tieferen Lagen überwiegend nasskalt. Der Grund hierfür ist es Hochdrucksystem, welches in den kommenden Tagen seine Position über Skandinavien beziehen wird. Das Hoch sorgt dafür, dass zum einen im Verbund mit dem Tiefdrucksystem über der Barentssee kalte Luftmassen von Nord nach Süd geführt werden und zum anderen werden die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik nach Süden hin abgelenkt. Das sind zumeist die klassischen Voraussetzungen für Grenzwetterlagen, bei denen es im Norden kalt und im Süden nasskalt bis mild wird. Die Positionen der Systeme zueinander spielen hier eine entscheidende Rolle. Gibt es neben der nasskalten, bzw. Grenzwetterlage noch weitere Optionen? Das Hoch bei Skandinavien ist in den aktuellen Simulationen aller gängigen Wettermodelle vorhanden, so dass dies mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch so eintreffen wird und allein aus der Position des Hochdrucksystems ergeben sich unterschiedliche Optionen. Liegt es weiter im Westen, so kann sich in ganz Deutschland die kalte Luft durchsetzen - Winterwetter wäre die Folge daraus. Liegt es weiter im Osten, so können die Tiefdrucksysteme aus dem Westen das Wetter über Deutschland mit beeinflussen - eine relativ milde Südwest bis Südwetterlage wäre die Folge aus dieser Variante. Liegt das Hoch zu weit im Süden, also über Deutschland, so wird es zwar kalt, aber Aufgrund fehlender Niederschläge wir dabei kaum Schneefall möglich sein. Fakt aber ist bei allen Varianten - die Großwetterlage stellt sich um und das ist die Grundlage - oder Voraussetzung - für winterliche Optionen. Und welche Variante wird sich nun durchsetzen? Die größten Chancen dabei hat eine in tieferen Lagen nasskalte und in höheren Lagen durchaus winterliche Variante - insbesondere dann, wenn noch ein Alpentief (15./20. Januar) mitspielt. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich einen normalen Verlauf zwischen dem 12./20. Januar. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 13. Januar zwischen -4/+7 Grad bei einem Mittelwert von +2 Grad im Norden und +4 Grad im Süden und am 16. Januar zwischen -5/+8 Grad bei einem Mittelwert von +1 Grad im Norden und +3 Grad im Süden. Hierbei gibt es aber insbesondere ab dem 13. Januar einen erhöhten Schwankungsspielraum, was aber mit der oben beschriebenen Unsicherheit der Hochdruckposition zusammenhängt. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung dieses Wettertrends.
Update:
Nasskaltes Wetter mit möglicher Grenzwetterlage zu 56 Prozent im Zeitraum zwischen dem 12./16. Januar die wahrscheinlichste Variante. Demnach im Norden, besonders im Nordosten teils Dauerfrost und etwa südlich der Linie Köln - Dresden Plusgrade möglich. Entlang der Temperaturgrenze sind kräftige Niederschläge zu erwarten, nördlich der Grenze als Schnee, südlich davon als Regen - aber als richtigen Wintereinbruch kann man die von den Wettermodellen simulierte Wetterlage (noch) nicht bezeichnen. Anders ausgedrückt wird das Hoch weiter im Osten simuliert - was die Folge daraus ist, ist im oberen Text beschrieben. Kontrollläufe weiterhin uneinheitlich. Temperaturspektrum am 13. Januar zwischen -2/+8 Grad (Mittelwert +6 Grad im Süden und +3 Grad im Norden) und am 16. Januar zwischen -6/+10 Grad (Mittelwert +3 Grad im Süden und 0 Grad im Norden). Es kommt eben auf die Position des Hochdrucksystems an.

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