Der Wetterumschwung, bzw. die Umstellung der Großwetterlage nimmt in den Simulationen der Wettermodelle zunehmend Konturen an, so dass die Wahrscheinlichkeit einer sich verändernden Großwetterlage auf 56 Prozent ansteigt. Die Schlüsselrolle übernimmt dabei das Tiefdrucksystem, welches am Donnerstag über Deutschland mit bis zu +16 Grad für nahezu frühlingshafte Temperaturen sorgt. Dieses Tief zieht im weiteren Verlauf des Wochenendes über die Barentssee und regt damit eine Südverlagerung des Hochs über der Grönlandsee an. Im Verbund "zapfen" beide Systeme kalte Luftmassen arktischen Ursprungs an und führen diese zwischen dem 12./16. Januar nach Deutschland. Das bisherige Zirkulationsmuster "wehrt" sich dagegen und sendet von Neufundland aus weitere Tiefausläufer nach Mitteleuropa, welche aber Aufgrund der neuen Hochdrucksituation nach Süden ausweichen müssen. Unter diesen Bedingungen kommt die kalte Luft nur sehr langsam nach Süden voran, so dass nach einer nasskalten Wetterphase zwischen dem 12./14. Januar eine Grenzwetterlage folgt. Dabei ist im Norden mit Schauern zu rechnen, die etwa ab dem 13. Januar in Schnee übergehen werden. Im Süden wird das wohl erst am 14. Januar der Fall sein - zunächst in höheren Lagen, zum 15. Januar auch in tieferen Lagen. Die Tageswerte sinken bis zum 15. Januar verbreitet auf +2/-2 Grad ab. Das ist zum aktuellen Stand mit 54 Prozent die wahrscheinlichste Wetterentwicklung im zweiten Januar-Drittel. Die Kontrollläufe weisen in ihren Simulationen aber noch ein weites Spektrum auf, da die Position des Hochdrucksystems entscheidend ist. Liegt es weiter im Westen, so kann die kalte Luft auf direktem Wege nach Deutschland gelangen, liegt das Hoch weiter im Norden, bzw. Osten, so gelangt die kalte Luft erst über Umwege nach Deutschland - unter gewissen Umständen auch gar nicht (28 Prozent). Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 15. Januar zwischen -5/+5 Grad bei einem Mittelwert von -1 Grad im Süden und +0 Grad im Norden. Darüber hinaus folgt bis zum 19. Januar mit einem Temperaturspektrum von -10/+5 Grad (Mittelwert -2 Grad im Süden +0 Grad im Norden) ein weiterer Abwärtstrend. Da die Tiefdrucksysteme von Westen im zweiten Januar-Drittel überwiegend über das Mittelmeer ziehen müssen, sind die Niederschlagswahrscheinlichkeiten südlich der Mittelgebirge höher als nördlich davon. Das Langfristmodell reagiert noch etwas verhalten auf die aktuelle Entwicklung - es reagiert aber zumindest in der Form, dass die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel von 1961-1990 nicht mehr +3/+5 Grad, sondern "nur" noch +2/+4 Grad beträgt. Anders ausgedrückt ist das ein unterstützender Indikator für die Umstellung der Großwetterlage. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Kaum eine Veränderung - nasskalt, Grenzwetterlage und im weiteren Verlauf winterliche Verhältnisse in höheren Lagen bleibt die wahrscheinlichste Wetterentwicklung zwischen dem 12./20. Januar.

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