Das Zirkulationsmuster bleibt im ersten Januar-Drittel weitgehend auf West- bis Südwest gesetzt. Erst wenn der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada auf den Atlantik gestoppt wird, kann sich das Zirkulationsmuster grundlegend ändern. Bei genauerer Betrachtung hält das eingefahrene Zirkulationsmuster mehr oder minder seit Anfang Dezember an und nennt sich Erhaltungsneigung. Dabei gelingt es anderen Strukturen und Strömungen nicht, dass Zirkulationsmuster zu verändern. Erst nach und nach, getreu dem Motto "steter Tropfen höhlt den Stein" wird ein Punkt erreicht, an dem das Zirkulationsmuster kippt. Dann kann es wie im letzten Jahr zum sog. Ausgleichsverhalten kommen (Dezember deutlich zu mild & Januar zu mild, Februar bis Mai 2013 deutlich zu kalt). Der Grund für das zu kalte Wetter ab Mitte Januar 2013 war ein ausgeprägtes Major- mit finalem Warming in Stratosphärenhöhe. So ausgeprägt wie letztes Jahr findet es in diesem Jahr nicht statt und aller Wahrscheinlichkeit nach wird es bei einem Minor-Warming bleiben. Dennoch bietet das Minor-Warming gewisse Grundsätze, um einen Polarwirbelsplitt auszulösen. Hin und wieder ist das in den Simulationen der Wettermodelle in der zweiten Januar-Hälfte zu erkennen. So bleibt den Freunden des Winterwetters nichts anderes übrig, als sich noch etwas zu gedulden. Das Langfristmodell unterstützt in seiner Wetterprognose eine milde bis warme Witterungszeit im Januar - demnach wird es mit 2-3 Grad gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel von 1961-1990 zu warm. Über dem östlichen Europa wird der Januar sogar mit 4-5 Grad zu warmen Temperaturen simuliert. Die Kontrollläufe zeigen einen stetigen Trend zu kühleren Temperaturen nach dem 8./10. Januar, aber auch das reicht allenfalls für nasskalte Werte in tieferen Lagen.

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