Die Wetter-Situation Anfang Januar erscheint eingefahren. Aus der reinen Modellinterpretation ergeben sich kaum winterliche Verhältnisse im den ersten Januar-Tagen in tieferen Lagen - dazu ist der simulierte "Westdrift" einfach zu stark, jede noch so kleine Wölbung des Azorenhochs gen Norden wird vom nächsten "Tiefdruckbrummer" von Neufundland kommend "platt gemacht". Durch die langsame aber stetige Ostwärtsverlagerung der Frontalzone geht der Wettertrend nach dem 5. Januar in Richtung nasskaltes Wetter in tieferen Lagen. In höheren Lagen - so ab 500 Meter - ergeben sich hin und wieder Schneefalloptionen, wenn ein Tiefdrucksystem Deutschland überquert hat und auf seiner Rückseite kühlere Luftmassen einfließen können. Für Überraschungen könnte noch das sog. Minor-, bzw. mögliche Major-Warming sorgen, welches wir bereits gestern ausführlich beschrieben haben. Gelingt es dem Polarhoch den Polarwirbel zu splitten, werden die Wetterkarten grundsätzlich neu gemischt. Diverse Ansätze hierfür zeigen die Varianten der Kontrollläufe, bei dem der Polarwirbel von zwei Seiten in die "Zange" genommen wird. Sollte es dem Hochdruckkeil von Alaska kommend zwischen dem 3./8. Januar den "Brückenschlag" zum sibirischen Hoch gelingen, wären die Bedingungen für einen Polarwirbelsplitt erfüllt. Das ist aber auch derzeitig der einzige "Hoffnungsschimmer" für die Freunde des Winterwetters. Die Wettervorhersage des Langfristmodells bleibt für die Wintermonate Januar und Februar deutlich zu warm und im Westen zu nass.

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