Betrachtet man die Simulationen des Polarwirbels, so sind die Bedingungen für das Minor-/Major-Warming in den Berechnungen weiterhin gegeben. Beginnend am 27. Dezember findet der vorläufige Höhepunkt der Stratosphärenerwämung am 4. Januar 2014 mit einer Temperatur von -16 Grad statt, üblicherweise sind in diesem Gebiet Temperaturen von -70 Grad (aktuell -76 Grad) anzutreffen, so dass der Temperatursprung in diesem Sektor bis zu 60 Grad beträgt. Somit liegen die Temperaturen am Polarkern in einer Höhe von etwa 20 km höher als in den südlichen Gebieten. Damit sind die Bedingungen zum heutigen Stand in den Simulationen für das Minor-/Major-Warming erfüllt. Was hat das für Auswirkungen? Die Beantwortung der Frage hängt ganz stark davon ab, ob die Entwicklung eines möglichen Major-Warmings stattfindet und ausreichend für ein Polarwirbelsplitt ist oder nicht und wenn doch, wo dieser stattfindet. Anders ausgedrückt muss diese Entwicklung noch etwas abgewartet werden, da die Auswirkungen auf das Wetter in Folge sehr groß sein können. Die Simulation des sog. AO-Index-Wertes zeigt sich ab dem Jahresbeginn negativ, was aber ein zwangsläufiges Ergebnis der aktuell simulierten Entwicklung ist. Die Wettermodelle sind sich zumindest für das Wetter in den ersten fünf Januar-Tagen ähnlicher geworden. Hier zeigt sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 42 Prozent eine abnehmende Temperaturtendenz hin zu nasskalten Wetter im tieferen Lagen und durchaus winterlichen Optionen oberhalb etwa 500/800 Meter. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe simuliert bspw. am 3. Januar Werte zwischen -1/+6 Grad bei einem Mittelwert von +2 Grad im Süden und +4 Grad im Norden. Das Langfristmodell lässt sich von alledem nicht beeindrucken und bleibt auch heute bei einer deutlich zu warmen Wettervorhersage für die Wintermonate Januar und Februar 2014.

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