Wetter im Winter 2013/2014 - Wetterprognose vom 10. Dezember

| M. Hoffmann
Das Kaltluftreservoir bei Grönland bleibt unerschöpflich - so werden auch im Zeitraum zwischen dem 15./20. Dezember weiterhin kalte Luftmassen in Richtung Neufundland "gepumpt", so dass dort Tiefdrucksysteme mit einem Kerndruck von bis zu 935 hPa entstehen können. Die Energieform ist so ausgeprägt, dass zwischen Island und England Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und mehr erreicht werden können. Anders ausgedrückt rennt das Atlantikwetter gegen das mitteleuropäische Hochdruckbollwerk an. Dabei ist der Erfolgt zwischen dem 15./17. Dezember nur mäßig - etwas Wind im Westen und sich quasi über Deutschland auflösende Niederschlagsfronten. Die atlantische Frontalzone gibt aber nicht auf und "kämpft" sich weiter nach Osten voran, so dass die ersten Tiefdrucksysteme Deutschland zum 17./19. Dezember erfassen können. Sollte sich die Frontalzone tatsächlich durchsetzen, so ist mit einer windigen und teils nasskalten Westwetterlage zu rechnen. Sollte sie es nicht schaffen, so bleibt hoher Luftdruck über Mitteleuropa dominant. Welche Variante ist wahrscheinlicher? Der Blick auf die Kontrollläufe verrät, dass die Niederschlagserwartung zwischen dem 16./20. Dezember gering ausgeprägt ist - die Kontrollläufe sind also mehrheitlich der Auffassung, dass das Hochdruckwetter über Mitteleuropa nicht so schnell weichen wird - jedoch ist ein negativer Wettertrend ab dem 20. Dezember ersichtlich. Das Temperaturspektrum liegt am 16. Dezember zwischen +4/+8 Grad (Mittelwert +6 Grad) und sinkt bis zum 20. November auf -1/+7 Grad (Mittelwert +4 Grad) ab. Es bleibt spannend ob und wie sich die Großwetterlage zu Weihnachten umstellen kann. Welche Großwetterlagen dann wahrscheinlich sind, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter an Weihnachten.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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