Das Kaltluftreservoir bei Grönland bleibt unerschöpflich - so werden auch im Zeitraum zwischen dem 15./20. Dezember weiterhin kalte Luftmassen in Richtung Neufundland "gepumpt", so dass dort Tiefdrucksysteme mit einem Kerndruck von bis zu 935 hPa entstehen können. Die Energieform ist so ausgeprägt, dass zwischen Island und England Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und mehr erreicht werden können. Anders ausgedrückt rennt das Atlantikwetter gegen das mitteleuropäische Hochdruckbollwerk an. Dabei ist der Erfolgt zwischen dem 15./17. Dezember nur mäßig - etwas Wind im Westen und sich quasi über Deutschland auflösende Niederschlagsfronten. Die atlantische Frontalzone gibt aber nicht auf und "kämpft" sich weiter nach Osten voran, so dass die ersten Tiefdrucksysteme Deutschland zum 17./19. Dezember erfassen können. Sollte sich die Frontalzone tatsächlich durchsetzen, so ist mit einer windigen und teils nasskalten Westwetterlage zu rechnen. Sollte sie es nicht schaffen, so bleibt hoher Luftdruck über Mitteleuropa dominant. Welche Variante ist wahrscheinlicher? Der Blick auf die Kontrollläufe verrät, dass die Niederschlagserwartung zwischen dem 16./20. Dezember gering ausgeprägt ist - die Kontrollläufe sind also mehrheitlich der Auffassung, dass das Hochdruckwetter über Mitteleuropa nicht so schnell weichen wird - jedoch ist ein negativer Wettertrend ab dem 20. Dezember ersichtlich. Das Temperaturspektrum liegt am 16. Dezember zwischen +4/+8 Grad (Mittelwert +6 Grad) und sinkt bis zum 20. November auf -1/+7 Grad (Mittelwert +4 Grad) ab. Es bleibt spannend ob und wie sich die Großwetterlage zu Weihnachten umstellen kann. Welche Großwetterlagen dann wahrscheinlich sind, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter an Weihnachten.

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