Zwischenzeitlich füllt sich unser Postfach mit zahlreichen Anfragen, wann der der Winter endlich mit Schneefall und Dauerfrost in Deutschland Einzug halten wird. Und auch heute müssen sich die Freunde des Winterwetters in Geduld üben. Bis zur Monatsmitte ist in den Simulationen der Wettermodelle keine durchgreifende Änderung zu erkennen - das Hoch bleibt mit "langweiligem" Südwestwetter und milden Temperaturen erhalten. Etwa ab dem 16. Dezember gibt es aber weiterhin Signale, die zu einer Veränderung der Großwetterlage führen können. Fakt ist aber auch, dass der Kaltluftzustrom zwischen Grönland und Neufundland gestoppt werden muss - vorher wird sich an dieser verfahrenen Situation nichts ändern. Und das ist nach den aktuellen Simulationen nicht der Fall, so dass winterliche Verhältnisse bis zum 18./20. mit einer Wahrscheinlichkeit von 18 Prozent nahezu ausgeschlossen sind. Warum? Der Grund liegt - selbst bei einer Umstellung der Großwetterlage - darin, dass der hohe Luftdruck über Mitteleuropa abgebaut werden muss. Das kann aber nur mit viel Dynamik erfolgen, die von der atlantischen Frontalzone kommen wird. So ist auch heute neben Hochdruck eine turbulente und stürmische Wetterphase im Zeitraum zwischen dem 16./20. Dezember die wahrscheinlichste Variante. Die Kontrollläufe stützen ab dem 16. Dezember einen Trend, der den Abbau der hohen Luftdruckmassen über Mitteleuropa stützt. Dabei wird aus einem Kerndruck über Mitteleuropa ein Hochdruckrücken, der bis zum 17/18. Dezember weiter abflacht und zum 18./19. Dezember die atlantische Frontalzone mit stürmischen, regnerischen und relativ milden Wetter bis nach Mitteleuropa vordringen lassen kann. Der Polarwirbel sitzt wie ein Bollwerk mit seinem Kerntief über Grönland, was die Situation so verfahren erscheinen lässt. Die Tiefdrucksysteme - welche auf dem Atlantik entstehen - sind mit einem Kerndruck von bis zu 930 hPa nicht alltäglich und Meteorologen verfolgen diese Entwicklung mit Spannung. Von daher kann man auch froh sein, dass derzeitig ruhiges Hochdruckwetter herrscht, denn zum 14. Dezember werden zwischen Island und England Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und mehr erwartet. Ob es im letzten Dezember-Drittel zu einer neuerlichen Erhaltungsneigung oder zum sog. Ausgleichsverhalten mit einem möglichen Wintereinbruch kommt, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter an Weihnachten.

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