Aus Sicht der Winterfreunde sind die aktuellen Simulationen der Wettermodelle weiterhin unerfreulich. Wie in den vergangenen Tagen zuvor bestätigt sich der Hochdrucktrend im zweiten Dezember-Drittel. Die Wahrscheinlichkeit für hochdruckdominiertes Wetter liegt zwischen dem 10./15. Dezember bei 60-80 Prozent und zwischen dem 15./20. Dezember bei 40-60 Prozent. Das ist für einen so langen Zeitraum eine recht hohe Wahrscheinlichkeit. Warum ist das so? Der Hauptgrund liegt in einem Trog von Grönland bis zu den Azoren hinunter, was das Hoch nach Mitteleuropa ausweichen lässt und sich dort gen Norden aufwölbt. Auf seiner Ostseite werden kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden bis über die Türkei geleitet. Mit etwas Phantasie und Wohlwollen erkennt man eine Omegastruktur, was das Hochdrucksystem Ortsfest macht und es sich in regelmäßigen Abständen regenerieren kann. Zum heutigen Stand ist die kommende Großwetterlage also relativ gesichert. Die Kontrollläufe bestätigen die Großwetterlage mit bis zu 90 Prozent auf beeindruckende Weise, demnach bleibt es im Zeitraum zwischen dem 10/20. Dezember nahezu vollkommen trocken. Was für Wetter hat das Hochdrucksystem zur Folge? Häufig bleibt das Wetter neblig-trüb oder hochnebelartig bewölkt, nach Nebelauflösung und in höheren Lagen scheint die Sonne fast den ganze Tag. Die Temperaturen bleiben mit -2/+2 Grad bei Dauernebel und +2/+7 Grad mit Sonnenschein weiterhin wenig winterlich, in den Nächten ist mit Temperaturen zwischen 0/-5 Grad im Süden verbreitet mit Frost zu rechnen, im Norden sind +4/-2 Grad zu erwarten. Was muss passieren, damit sich daran noch etwas ändert? Bis zum 15. Dezember ist die Wetterlage mit Hochdruck nahezu festgelegt. Ab dem 15. Dezember ergeben sich weitere Möglichkeiten - eine der wahrscheinlichsten Varianten ist eine Nordwärtsbewegung des Hochdrucksystems über Mitteleuropa. Der Blick auf den Polarwirbel zeigt über der Bering-See ein Richtung Nordpol strebendes Hochdrucksystem. Daneben gibt es zwei aktive Polarwirbelsysteme - eines über Grönland, das Zweite über der Karasee, welche in den aktuellen Simulation die Nordwärtsbewegung des Hochdrucksystems verhindern, sollte das aber nicht funktionieren, so könnte zwischen dem 12./14. Dezember ein Polarwirbelsplit zwischen dem mitteleuropäischen Hoch und dem Hoch über der Bering-See anstehen - das hat aber zum heutigen Stand mit 30 Prozent nur eine geringe Wahrscheinlichkeit. Sollte es dennoch so kommen, werden die Karten grundsätzlich neu gemischt und es ergeben sich weitere Möglichkeiten. Der Polarwirbel ist in der Stratosphäre zum 12. Dezember sehr weit nach Süden ausgerichtet, die -72 Grad Linie liegt über Deutschland und reicht mit bis -56 Grad an Afrika heran - das ist außergewöhnlich, stützt aber im Grunde das Hochdrucksystem über Mitteleuropa. Dafür steigt aber die Wahrscheinlichkeit für frostige oder gar weiße Weihnachten - mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zu Weihnachten.

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