Wetter im Winter 2013/2014 - Wettertrend vom 5. Dezember
Die weitere Wetterentwicklung ist im Detail zwar komplex strukturiert, für die Großwetterlage spielt das aber kaum noch eine Rolle. Zwischen dem 10./15. Dezember baut sich ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa auf, so dass das Wetter sich ab kommenden Montag zunehmend beruhigen wird. Der Kern des Hochdrucksystems liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt über Deutschland und ist mit 1035 hPa gut ausgebildet und kann wohl weite Teile des zweiten Dezember-Drittels dominieren. Die Temperaturen erreichen mit Sonnenschein +4/+8 Grad, während bei Dauernebel nur +0/+5 Grad erwartet werden - für die Jahreszeit sind diese jedoch zu hoch. Der Blick auf das Langfristmodell zeigt weiterhin einen normalen Temperaturverlauf im Norden, einen leicht zu kalten über der Mitte und einen deutlich zu kalten Dezember im Süden. Das passt so gar nicht zu den aktuellen Simulationen der Wettermodelle. Der Grund hierfür steckt im Detail und letztendlich in der Position des Hochdrucksystems, bei der eine Verschiebung nach Norden oder Westen eine große Rolle spielen würde. In diesem Fall werden kalte Luftmassen aus dem Osten, bzw. dem Norden "angezapft", so dass die Tageshöchstwerte unter den Gefrierpunkt sinken. Die Kontrollläufe bestätigen jedoch diese Varianten mit einem Temperaturspektrum am 13. Dezember zwischen-5/+5 Grad und einem Mittelwert von +4 Grad im Süden und +6 Grad im Norden kaum. Was führt also zu der deutlich zu kalten Annahme? Ein großer Unsicherheitsfaktor liegt in der Beschreibung des Polarwirbels und der Konzentration von hohem Luftdruck von bis zu 1035 hPa zwischen Sibirien und der Bering-See. Im Grunde "verschiebt" sich der Polarwirbel in den höheren Luftschichten weiter nach Süden, was über Mitteleuropa grundsätzlich hohen Luftdruck stärkt - die Frage die sich stellt - wo ist mit hohen Luftdruck zu rechnen, kann gfs. das Hoch über Mitteleuropa gen Norden streben? Scheinbar geht man in den Berechnungen des Langfristmodells davon aus, dass sich das Hochdrucksystem über dem Atlantik positionieren wird. Dafür spricht, dass weite Teile von England, Frankreich, Spanien und Portugal deutlich zu trocken gerechnet werden, während die Bergkette bei Norwegen deutlich zu nass simuliert wird, Deutschland normal und südlich der Alpen deutlich zu trocken. Im Ergebnis ist das eine weitgehende Nordwest bis Nordlage, die in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle bis zum 15. November nicht einmal Ansatzweise zu erkennen ist, erst im weiteren Verlauf ergeben sich neue Möglichkeiten für winterliche Optionen. Der NAO-Index ist weiterhin neutral bewertet und tendiert nach Mitte Dezember in den leicht negativen Bereich (Blockadehoch Atlantik, bzw. zunehmend hoher Luftdruck bei Island) - Freunde des Winterwetters müssen sich wohl noch etwas gedulden, bzw. die kommenden Tage auskosten, sofern etwas Schnee liegen bleibt. Vielleicht aber passt es ja in diesem Jahr mit weiße Weihnachten?

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