Die Entscheidung über das kommende Wetter ist nahezu gefallen - ab dem 6. Dezember wagt der Winter den ersten ernstzunehmenden Vorstoß - soweit sind sich jetzt die Wettermodelle nun einig geworden. Auch das amerikanische Wettermodell simuliert nun diesen winterlichen Anlauf und passt sich dem europäischen Wettermodell an. Damit liegt die Wahrscheinlichkeit für winterliche Verhältnisse zwischen dem 6./10. Dezember oberhalb 500 Meter bei 90 Prozent, in tieferen Lagen bei 60 Prozent. Die Großwetterlage stellt sich zwischen dem 5./6. Dezember auf eine meridionale ausgerichtete Nord-Süd Wetterlage um. Dabei gelangen kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Mitteleuropa. Je nach Simulation ergeben sich daraus unterschiedliche Betrachtungsweisen, die sich im Ausdruck zwischen "Vollwinter" mit viel Schnee und eisigen Temperaturen bis ins Flachland und winterlichen Verhältnissen mit etwas Schnee und kalten Temperaturen unterscheiden. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich das winterliche Szenario, so liegt bspw. am 7. Dezember das Temperaturspektrum zwischen -5/+4 Grad und erreicht einen Mittelwert von -1 Grad im Süden und +1 Grad im Norden. Eine Ausnahme gibt es jedoch im Norden. Da die Grundströmung auf Nord-Süd dreht, muss der Bodennahe Wind über die noch relativ warmen Nordsee, so dass bis zu einer Linie 50-100 km von der Küste Landeinwärts mit Dauerfrost schwierig werden sollte, sonst ist verbreitet mit Temperaturen um 0 Grad zu rechnen, südlich der Mittelgebirge zwischen -0/-4 Grad. In den Nächten wird teils strenger Nachtfrost unter -10 Grad simuliert, bei Aufklaren und über Schnee gar bis zu -15 Grad. Im weiteren Verlauf simulieren die Wettermodelle ein "überlaufendes" Hochdrucksystem mit Manifestierung über Skandinavien, bzw. westliches Russland, was zumeist trockenes aber kaltes bis frostiges Wetter in Deutschland zur Folge hat. Der Polarwirbel ist weiter intakt, jedoch strebt weiterhin hoher Luftdruck gen Nordpol, so dass ein Polarwirbelsplit im ersten Dezember-Drittel nicht unwahrscheinlich ist. Zudem ist der Polarwirbel in seiner Achse zwischen der Bering-See bis Skandinavien nach Süden verschoben, die -70 Grad Linie streift in Stratosphärenhöhe zeitweise den Norden von Deutschland. Was für Auswirkungen hat das auf das Wetter? Der Jetstream neigt dabei zu einer südlichen Verlagerung bis über das Mittelmeer und ist im Norden Konfus bis wenig strukturiert. Hochdruck über Mitteleuropa ist bei einer südlichen Verlagerung häufiger der Fall, als eine rasche Rückkehr zu einer Westwetterlage. Das Langfristmodell simuliert das Wetter im Dezember im Norden normal, im Süden leicht und an den Alpen deutlich zu kalt. Die Niederschlagserwartung ist im Süden negativ und im Norden normal. Die Wintermonate Dezember, Januar und Februar ergeben ein normales bis leicht zu warmes Gesamtbild des Winters bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung im Westen.

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