Schaut man sich die Höhenströmungen an, so muss man zur Kenntnis nehmen, dass sich die beschriebenen Wellenbewegung vom 3.,4. , 5. und 6. November in der kommenden Woche in Form einer Trogwetterlage bis nach Mitteleuropa durchsetzen werden. Der Grund für diese Schwingung war ein starker Sturmtiefkomplex über der Bering-See zwischen dem 4./7. November, der den bis dahin intakten Polarwirbel in Schwingung versetzt hat. Die Folge der Trogwetterlage werden von den Wettermodellen noch unterschiedlich berechnet, jedoch ist nach dem amerikanischen Wettermodell im Süden in Lagen oberhalb 500 Meter die Ausbildung einer Schneedecke nicht unwahrscheinlich, so dass es hier einen Hauch von Winter geben kann. Darunter bleibt es nasskalt, wobei in tieferen Lagen Zeit- und Phasenweise Schnee- oder Graupelschauer nicht ausgeschlossen sind - vielfach bleibt der Niederschlag unterhalb 300 Meter jedoch in flüssiger Form. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so geht der Trog weiter östlich herunter, so dass Schnee-, Schneeregen und Graupelschauer auch in tiefere Lagen nicht ausgeschlossen sind - oberhalb 400 Meter ist demnach mit einer Schneedecke zu rechnen. Die Kontrollläufe simulieren den "Temperatursturz" von teilweise 10 Grad vom 19. auf den 20. November. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. am 24. November mit -3/+3 Grad (Mittelwert +0 Grad), was der Trog noch an winterlichen Optionen bringen kann. Wie sieht die weitere Entwicklung aus - bleibt das nasskalte bzw. winterliche Wetter erhalten? Eine Rückkehr zu klassischem Westwindwetter ist bis Ende November mit 19 Prozent relativ unwahrscheinlich. Betrachtet man den Polarwirbel, so ist dieser in der Stratosphäre gut ausgebildet und äußerst zentral positioniert - seine Achse verläuft gut strukturiert von Kanada nach Sibirien. In den mittleren Höhenschichten bekommt der Polarwirbel aber zunehmend Seitenhiebe, was ihn wie eine Seifenblase in Schwingungen versetzt. Da die Struktur stimmt und die Achse weiterhin zwischen Kanada und Sibirien verläuft, ist ein erneuter Kaltluftausbruch des Polarwirbels in Richtung Neufundland zum 29. November mit 40 Prozent zwischenzeitlich wahrscheinlicher geworden, so dass die Wetterküche auf dem Atlantik und damit der Westdrift zum Winteranfang am 1. Dezember an Fahrt gewinnt und in Mitteleuropa wieder für eine turbulent/dynamische Wetterentwicklung sorgen könnte. Das Langfristmodell bleibt seinen Simulationen für das Wetter im Winter der letzten Wochen treu und prognostiziert einen normalen bis leicht zu warmen Winter 2013/2014 - die Niederschlagserwartung ist dabei leicht erhöht.

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