Zwischen dem 11./15. November macht sich von Süden her ein Hochdruckkeil bemerkbar, bei dem sich das Wetter - zumindest in den südlichen Landesteilen - beruhigen kann. Die Niederschlagssummen sind mit 5-10 l/m² bis zum 15. November als gering einzustufen aber es zeigt auch, dass die kommende Woche nicht trocken bleiben wird. Der Grund hierfür ist das Hochdrucksystem, welches westlich von Deutschland zwischen England und Spanien simuliert wird. So gelingt es den Tiefdrucksystemen immer wieder von Nordwesten her auf das Wetter in Deutschland Einfluss zu nehmen . Die Temperaturen liegen mit +3/+8 Grad im Süden und bis +10 Grad im Norden durchaus auf für die Jahreszeit typischem Niveau. Darüber hinaus bleibt die weitere Entwicklung spannend. Bislang konnte die Westwetterlage ungehindert ihre Frontalzone bis nach Mitteleuropa durchsetzen, da ein blockierendes Hoch auf dem Atlantik nicht möglich war. Das ändert sich nun - mit dem Hoch bei England und dem weiterhin aktiven Kältepol zwischen Kanada, Grönland und dem nördlichen Skandinavien wird die Zugbahn der Tiefdrucksysteme immer enger und intensiver und rauschen über Island, Skandinavien bis über das westliche Russland ab. Somit gelingt es den Tiefdrucksystemen den Kältepol etwas weiter nach Osten zu verschieben (Wellenbewegung), was die winterlichen Optionen zwischen dem 17./21. November erhält. In der zweiten Variante zeigt sich mit einer Südwestwetterlage das genaue Gegenteil einer winterlichen Option. Das könnte passieren, wenn sich die Tiefdrucksysteme bei Island zu großen Sturmtiefclustern zusammenschließen. Das Azorenhoch hat bei solch einer Variante kaum Spielraum und legt sich quer über das Mittelmeer bis über das westliche Russland, was zu einer wechselhaften und milden Südwestwetterlage führen kann. Welche Variante ist wahrscheinlicher? Zum einen ist da der dominante Kältepol bei Grönland, der die Wetterküche auf dem Atlantik immer wieder von neuem anheizt. Zum anderen kommt es entlang der Polarfront zu sog. Wellenbewegungen, was für Blockadewetterlagen spricht, bei dem das Azorenhoch eine wesentliche Rolle spielt. In beiden Wettermodellen werden zwischen dem 17./20. November teils extreme Wetterbedingungen auf dem Atlantik simuliert, so dass Trog-/Blockadewetterlagen im Verhältnis 56:44 zum letzten November-Drittel wahrscheinlicher sind. Die Kontrollläufe haben mehrheitlich einen normalisierenden Trend zum 20. November hin, so dass winterliche Verhältnisse in höheren Lagen nicht unwahrscheinlich sind. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 18. November zwischen +2/+10 Grad (Mittelwert +8 Grad) und sinkt zum 21. November auf -1/+10 Grad (Mittelwert +5 Grad) ab, was im Flachland für eine ungemütliche und nasskalte Wetterphase spricht.

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