Südlich von Alaska und über der Bering-See werden von den Wettermodellen bis zum 14. November erhebliche Turbulenzen simuliert, welche sich bis in die Stratosphäre auswirken werden. Wie bereits in den vergangenen Tagen erläutert, kommt es in der Stratosphäre zwischen dem 10./15. November zu Wellenbewegungen. Für Mitteleuropa hat das zunächst noch wenig Auswirkungen, da der Kältepol zwischen Kanada, Grönland und dem nördlichen Skandinavien aktiv bleibt und somit der Westdrift weiter anhalten wird. Dennoch gelingt es dem Azorenhoch ein Hochdruckkeil in der Zeit vom 10./15. November über den Alpen aufzubauen, so dass die Niederschlagstendenz als gering einzustufen ist (im Norden etwas mehr als im Süden) und der Wind weiter nachlassen wird. Die Temperaturen verbleiben mit +4/+9 Grad im teils nasskalten Bereich und in den Nächten muss südlich der Mittelgebirge mit -1/+2 Grad verbreitet mit Frost gerechnet werden, sonst liegen die Nachttemperaturen zwischen +3/+7 Grad. Über den 15. November hinaus bleibt die weitere Wetterentwicklung spannend - die Wellenbewegung entlang der Polarfront schreitet weiter nach Osten voran, wobei die Simulationen der Wettermodelle unterschiedliche Lösungsansätze zeigen. Das amerikanische Wettermodell sieht den Westdrift kurzzeitig zwischen dem 16./18. November aufleben, bevor zum 19. November sich ein kräftiges Hochdrucksystem über Grönland ausbreitet, gleichzeitig entsteht bei Neufundland das nächste Sturmtief und regt das Azorenhoch dazu an, sich gen Norden in Richtung Grönland aufzuwölben - eine Blockadesituation auf dem Atlantik wäre die Folge daraus, wobei über Mitteleuropa nasskalte und in höheren Lagen durchaus winterliche Optionen bestehen (33 %). Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so nehmen die Turbulenzen entlang der Polarfront weiter zu und die Wellenbewegungen sind gegenüber dem amerikanischen Wettermodell deutlich stärker ausgeprägt. Demnach zeigt sich die Hochdruckblockade auf dem Atlantik bereits zum 17. November, bei der sich über Mitteleuropa mit einen Zentraltief über Skandinavien zum 18./20. November die erste ernstzunehmende Winteroption ergibt (42 Prozent). Was ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so ist nasskaltes Wetter zwischen dem 15./20. November die wahrscheinlichste Variante. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. für den 17. November Werte zwischen +3/+10 Grad und einen Mittelwert von +6 Grad, was weiterhin für die Jahreszeit zu mild ist. Die Optionen für einen nasskalten bis winterlichen Abschnitt sind dagegen im letzten November-Drittel heute deutlich gestiegen. Der sog. NAO und AO-Index sind bis zum 18. November deutlich positiv simuliert was gegen einen Wintereinbruch im zweiten November-Drittel spricht, wobei einzelne Schnee- und Graupelschauer nicht auszuschließen sind.

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