Der Kältepol zwischen Kanada, Grönland und Skandinavien bleibt omnipräsent und doch könnte ab dem 7. November etwas eintreten, was den weiteren Wetterablauf beeinflussen wird. Der Polarwirbel bleibt in sich geschlossen und bis zum 4. November gut strukturiert und positioniert. Über der Bering-See könnte aber etwas entscheidendes passieren - zunächst noch unscheinbar driftet ein Tiefdrucksystem mit Kerndruck von 1010 hPa gen Nordosten und intensiviert sich bis zum 7. November mit einem Kerndruck von bis 955 hPa zu einem Polarsturm zwischen Alaska und Sibirien. Die Aktivität bleibt nicht ohne Folgen, es ist wie mit einem Kreisel den man anstupst, es kommt zu Schwingungen und Wellenbewegungen. Welche Auswirkungen hat das auf das Wetter in Deutschland? Zunächst bleibt es bis zum 9. November windig, teils stürmisch und zum aktuellen Stand kann es am 7. November über Norddeutschland nochmals Orkanböen geben. Zum zweiten November-Drittel werden die Wellenbewegungen der Polarfront mit zunehmender Wahrscheinlichkeit sich auch über Mitteleuropa bemerkbar machen, in dem sich auf dem Atlantik ein Hochdrucksystem aufwölbt (43 Prozent). Je nachdem welche Position es beziehen wird beruhigt sich das Wetter mit teils tristem November-grau oder kühlen aber sonnigen Spätherbstwetter. Findet keine Aufwölbung statt, so bleibt das Wetter bis zur Monatsmitte dynamisch-wechselhaft und stürmisch (Erhaltungsneigung, 38 Prozent). Ein richtiger Wintereinbruch ist bis zum 15. November mit 19 Prozent weiterhin unwahrscheinlich. Die Kontrollläufe unterstützen mehrheitlich das wechselhafte und für die Jahreszeit zu warme Wetter bis zum 11. November. So liegt bspw. das Temperaturspektrum am 10. November zwischen +3/+16 Grad und das Temperaturmittel erreicht einen Wert von +10 Grad - gemessen an der "Norm" ist das etwa +5 Grad zu warm.

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