Die Westwetterlage dreht in den kommenden Tagen richtig auf und sorgt über das Wochenende hinweg für windiges, teils stürmisches und wechselhaftes Wetter. Das Azorenhoch ruht über seinem angestammten Platz über den Azoren und entlang der Polarfront entwickeln sich weiterhin kräftige Tiefdrucksysteme mit Kurs auf Nord- und Mitteleuropa. So bleibt das mit einer Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent bis zum 7./9. November - Sturm, Sonne, Wind und Regen wechseln sich in raschen Abständen ab und die Temperaturen bewegen sich meist zwischen +5/+10 Grad und können kurzzeitig zwischen dem 4./6. November auf +10/+15 Grad ansteigen. Für Winterwetter scheint im ersten November-Drittel kein Platz zu sein. Was muss passieren, damit der sog. Westdrift beendet wird? Sehr einfach ausgedrückt muss das gesamte System einen Tick nach Osten verschoben werden, so dass das Azorenhoch eine Möglichkeit bekommt, sich gen Norden aufzuwölben und den dynamischen Prozess der atlantischen Frontalzone blockieren kann. Gibt es in den Simulationen dafür Ansätze? Die gibt es hin und wieder - insbesondere das amerikanische Wettermodell verschiebt den Kern des Polarwirbels nach Osten, so dass dessen gut ausgebildetes Zentrum über der Nordinsel (Nowaja Semlja) liegt. Das ist für Winterfreunde schon einmal ein guter Ansatz, wenngleich die gut ausgebildete Polarwirbelstruktur weiterhin dynamisches Wetter bedeutet. Die Wahrscheinlichkeit für Schnee, bzw. Schneeschauer liegt im zweiten November-Drittel aktuell bei etwa 54 Prozent. Das europäische Wettermodell zeigt aber, dass es auch anders gehen kann. Das Hoch wölbt sich nicht auf dem Atlantik gen Norden auf, sondern verschiebt sich nach Osten, so dass über Mitteleuropa ein autarkes Hochdrucksystem entstehen kann, was nach einer aktiven Westwetterphase durchaus häufiger vorkommt. Teils tristes November-typisches Nebel,- bzw. Hochnebelwetter wäre die Folge aus solch einen Hochdrucksystem.

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