Der Herbst ist bekannt für seine Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd. Entlang dieser Grenze, welche man Polarfront nennt, entstehen Tiefdrucksysteme die auf der Vorderseite warme Luftmassen nach Norden und auf der Rückseite kalte Luftmassen nach Süden transportieren. Sind die entsprechenden Temperaturgegensätze an der Polarfront hoch, so entstehen Sturmtiefdrucksysteme. Nach den aktuellen Simulationen ist das zum 2./4. November erneut der Fall. Dabei erreicht der Kerndruck des Sturmtiefkomplexes bis 945 hPa und zwischen Island und Skandinavien sind Windgeschwindigkeiten zwischen 100-130 km/h möglich. Was hat das mit dem Wetter in Deutschland zu tun? Sollte das Tiefdrucksystem tatsächlich so kommen, so ist es das neue Zentraltief welches sich über dem westlichen Skandinavien positioniert. Nachfolgende Tiefdrucksysteme kommen von Neufundland über England und können sich teilweise bis nach Deutschland durchsetzen. Typisches Herbstwetter mit starkem Wind, phasenweise Sturm und Regen bei mäßig warmen Temperaturen wäre die Folge daraus. Eine zweite Variante ist die des Gegenpols. Wo eine starke Aktion ist findet auf der entsprechenden Gegenseite eine Reaktion statt. Das könnte in diesem Fall mit dem osteuropäischen Hochdrucksystem einhergehen - Deutschland läge dann mit einer warmen südlichen und wechselhaften Strömung zwischen den Fronten. Welche Wettervariante ist wahrscheinlicher? Beide Varianten sind gleichermaßen wahrscheinlich, wobei sich der Zeitraum zwischen dem 3./10. November allmählich als Übergangsphase zur nächsten Großwetterlage herausstellt. Durch eine entsprechende "Induktion" über dem Mittelmeer könnte sich zum zweiten November-Drittel eine kalte Troglage über Mitteleuropa ausbilden - Schneeschauer, bzw. nasskaltes Wetter ist nach den aktuellen Simulationen in diesem Zeitabschnitt nicht die unwahrscheinlichste Variante. Das Langfristmodell lässt sich von den Wettermodellen noch wenig inspirieren und zeigt weiterhin einen deutlich zu trockenen und leicht zu warmen bis normalen Temperaturverlauf im November. Die Wintermonate Dezember, Januar und Februar werden weiterhin als leicht zu warm bis normal Simuliert, wobei die Niederschlagsneigung leicht erhöht ist.

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