Wetter Winter 2013/2014 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Herbst / Winter 2013/2014 - Wettertrend vom 27. Oktober

  • M. Hoffmann
Der Herbst ist bekannt für seine Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd. Entlang dieser Grenze, welche man Polarfront nennt, entstehen Tiefdrucksysteme die auf der Vorderseite warme Luftmassen nach Norden und auf der Rückseite kalte Luftmassen nach Süden transportieren. Sind die entsprechenden Temperaturgegensätze an der Polarfront hoch, so entstehen Sturmtiefdrucksysteme. Nach den aktuellen Simulationen ist das zum 2./4. November erneut der Fall. Dabei erreicht der Kerndruck des Sturmtiefkomplexes bis 945 hPa und zwischen Island und Skandinavien sind Windgeschwindigkeiten zwischen 100-130 km/h möglich. Was hat das mit dem Wetter in Deutschland zu tun? Sollte das Tiefdrucksystem tatsächlich so kommen, so ist es das neue Zentraltief welches sich über dem westlichen Skandinavien positioniert. Nachfolgende Tiefdrucksysteme kommen von Neufundland über England und können sich teilweise bis nach Deutschland durchsetzen. Typisches Herbstwetter mit starkem Wind, phasenweise Sturm und Regen bei mäßig warmen Temperaturen wäre die Folge daraus. Eine zweite Variante ist die des Gegenpols. Wo eine starke Aktion ist findet auf der entsprechenden Gegenseite eine Reaktion statt. Das könnte in diesem Fall mit dem osteuropäischen Hochdrucksystem einhergehen - Deutschland läge dann mit einer warmen südlichen und wechselhaften Strömung zwischen den Fronten. Welche Wettervariante ist wahrscheinlicher? Beide Varianten sind gleichermaßen wahrscheinlich, wobei sich der Zeitraum zwischen dem 3./10. November allmählich als Übergangsphase zur nächsten Großwetterlage herausstellt. Durch eine entsprechende "Induktion" über dem Mittelmeer könnte sich zum zweiten November-Drittel eine kalte Troglage über Mitteleuropa ausbilden - Schneeschauer, bzw. nasskaltes Wetter ist nach den aktuellen Simulationen in diesem Zeitabschnitt nicht die unwahrscheinlichste Variante. Das Langfristmodell lässt sich von den Wettermodellen noch wenig inspirieren und zeigt weiterhin einen deutlich zu trockenen und leicht zu warmen bis normalen Temperaturverlauf im November. Die Wintermonate Dezember, Januar und Februar werden weiterhin als leicht zu warm bis normal Simuliert, wobei die Niederschlagsneigung leicht erhöht ist.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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