Warum ist die Wetterlage Anfang November noch unsicher? Der Kältepol über dem nördlichen Kanada, Grönland und dem nördlichen Skandinavien ist weiterhin präsent, so dass sich die Tiefdrucksysteme in einer schwachen U-Form um diesen Kältekörper herum bewegen - daraus entsteht im Zusammenspiel mit einem Hoch über dem Mittelmeer bis über das westliche Russland reichend die Südwestwetterlage über Mitteleuropa. Gelingt es nun dem Sturmtief über Skandinavien sich zu manifestieren, bzw. aus dem "Strudel" auszubrechen, so kann sich das Azorenhoch gen Norden aufwölben und über Mitteleuropa kann sich eine nördlich ausgerichtete Wetterlage einstellen. Das beantwortet sogleich auch die zahlreichen Anfragen die uns in den letzten Tagen erreichen - Wann kommt der Winter, bzw. wann kommt der Schnee? Je nachdem, welche Großwetterlage sich behaupten oder einstellen wird kann es im ersten November-Drittel für die ersten Schneeschauer reichen, die Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber mit 23 Prozent relativ gering. Warum? Das liegt an den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, welche den Kältepol Anfang November um Grönland herum intensivieren, so liegt die Temperaturen in etwa 1.200 Meter Höhe um -35 Grad und am Boden bis -40 Grad. Anders ausgedrückt ist der Kaltluftkörper über Grönland gut ausgebildet und wenn er sich tatsächlich weiter intensivieren sollte, so kreisen die Tiefdrucksysteme enger um ihn herum, was im Mitteleuropa eine länger andauernde Südwest- bis Südwetterlage zur Folge haben kann, auch eine Ausbildung eines eigenständigen mitteleuropäischen Hochdrucksystems ist denkbar. Gibt es statistische Hinweise, wie sich diese Wetterlage auf die Wintermonate auswirken kann? Ja, wenngleich die Antwort wenig befriedigend ist - es ist alles möglich. Das Langfristmodell bleibt auch heute seiner Variante von einem normalen bis leicht zu warmen Wetter im Winter treu.

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