Die sich am Wochenende über Deutschland aufbauende Südwestwetterlage bleibt auch in der kommenden Woche weitgehend wetterbestimmend. Die Tiefausläufer kommen im Wochenverlauf Deutschland immer näher, so dass der wechselhafte Wettercharakter zur Wochenmitte zunehmen wird. Die Temperaturen bleiben mit +17/+21, örtlich auch bis +23 Grad gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel um 6-9 Grad zu warm. Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, bleibt die aktive Südwestwetterlage auch zwischen dem 25./31. Oktober in Ihrer Struktur erhalten, jedoch drängt die atlantische Frontalzone das Hoch im Osten gnadenlos weg, so dass in diesem Zeitraum die ersten Sturmtiefaktivitäten von Westen nicht auszuschließen sind. Der Grund für diese Dynamik ist der Kältepol über Kanada und Grönland, welcher die Wetterküche bei Neufundland in Gang setzt. Damit versucht das Atlantikwetter wieder für normale Verhältnisse zu sorgen, in dem er die gestörte Zirkulation bis Monatsende beseitigt hat. Ob das gelingen mag bleibt abzuwarten - wahrscheinlich ist es allemal, jedoch - wie so häufig im Leben - wenn man etwas mit aller Gewalt will, geht es nach hinten los. Was hat das mit dem Wetter zu tun? Der Kältepol könnte dafür sorgen, dass die Wetteraktivität auf dem Atlantik sich äußerst dynamisch gestaltet - unter Umständen so dynamisch, dass es in der Höhe zu Wellenbewegungen kommt und somit eine erneute Blockadesituation eintritt (Erhaltungsneigung). Dann aber mit einem Blockadehoch auf dem Atlantik, was zum Monatswechsel eine kühle Trogwetterlage über Mitteleuropa begünstigen könnte. Was ist wahrscheinlicher? Die aktive Westwetterlage ist im Verhältnis 54:46 zum Ende des Monats wahrscheinlicher.

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