Bis zum kommenden Wochenende stellt sich die Großwetterlage auf eine sehr warme Südwestwetterlage um. Mit einem Tiefdruckkomplex vom Atlantik bis nach Skandinavien reichend, einem Hoch über dem südöstlichen Europa und einem Kältepol über dem europäischen Nordmeer bleibt die hohe Wetterdynamik erhalten. Als Folge daraus entstehen bei Neufundland Tiefdrucksysteme und schlagen immer die gleiche Zugbahn über den Atlantik, nach England bis hin nach Skandinavien ein. Deutschland wird von diesen Tiefdrucksystemen Zeit- und Phasenweise erfasst, so dass der Wettercharakter bis zum 25. Oktober mit höherer Wahrscheinlichkeit (62 Prozent) wechselhaft bleibt, jedoch mit den strammen Südwestwinden es mit Temperaturen zwischen +17/+23 Grad außergewöhnlich mild bleibt. Tendenziell ist bei Südwestwetterlagen im Nordwesten mehr Niederschlag zu erwarten, als im Südosten. Bedingt durch das stetige "anrennen" der Tiefdrucksysteme gegen das Hoch über dem östlichen Europa, kommt die atlantische Frontalzone Stück für Stück näher an Mitteleuropa ran, so dass ein Durchbruch der Frontalzone ab dem 25. Oktober zunehmend wahrscheinlicher wird. Zudem ist der Kältepol im Norden sehr gut ausgeprägt, was die Wetterlinie zwischen Neufundland und Mitteleuropa dynamisch gestaltet. Welche Rückschlüsse lassen sich daraus für den weiteren Verlauf ziehen? Angenommen es kommt alles so, wie es von den Wettermodellen simuliert wird, so steigt im weiteren Verlauf die Wahrscheinlichkeit, dass die gestörte Zirkulation komplett ausgeräumt wird und die eigentlich "normale" Westwindzirkulation dominierend wird. Als Folge daraus hat das Wetter bis zum Monatswechsel und darüber hinaus einen weiterhin wechselhaften, teils windigen und milden Wettercharakter. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich einen deutlich zu warmen und wechselhaften Oktober-Abschnitt zwischen dem 19./25. Oktober. Darüber hinaus bleibt das Wetter etwas zu warm und wechselhaft, wobei der Trend zu einer Normalisierung neigt. Das Langfristmodell sieht für den November im Westen von Europa zu viel, im Osten zu wenig Niederschlag - Deutschland liegt dabei in der Mitte. Bei den Temperaturen zeigt sich über Mitteleuropa ein normaler bis leicht zu warmer Trend, wobei das östliche Skandinavien deutlich zu warm simuliert wird. Anscheinend ist man in der Simulation des Langfristmodells der Ansicht, dass die aktive West- bis Südwestwetterlage im ersten November-Drittel dominieren wird.

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