Im Laufe des Wochenendes baut sich über Deutschland eine stramme Südwestwetterlage auf, bei der es westlich der Linie Schwarzwald - Berlin tendenziell wechselhaft bleibt. So steigen die Temperaturen zunächst südlich der Mittelgebirge auf +17/+22 Grad, während es im Norden und Osten mit +10/+15 Grad verhältnismäßig frisch bleibt. Am Sonntag setzt sich mit +17/+22 Grad in ganz Deutschland die warme Luft durch und an den Alpen kann unter Föhnbedingungen die Temperatur auch bis +24 Grad ansteigen. Im Schnitt sind diese Temperaturen um etwa +7 Grad über dem, was im letzten Oktober-Drittel üblich ist. Der Grund für diese markante Wetterlage ist ein kräftiges Tiefdrucksystem vor England, welches mit hohem Luftdruck über dem südöstlichen Europa und einem blockierenden Hoch bei Grönland auf Position gehalten wird. Gleichzeitig manifestiert sich über Skandinavien ein weiteres Tiefdrucksystem, welches im Zusammenspiel mit dem grönländischen Hoch sehr kalte Luftmassen von bis zu -18 Grad in 1.500 Meter Höhe von Nord nach Süd in Richtung Atlantik "katapultiert". Das heizt die Wetterdynamik auf dem Atlantik zusätzlich an, so dass im letzten Oktober-Drittel die teils wechselhafte aber warme Südwestwetterlage über Mitteleuropa mit einer höheren Wahrscheinlichkeit (54 Prozent) erhalten bleiben sollte. Wie geht es weiter? Salopp ausgedrückt rennen die atlantischen Tiefausläufer wie "bekloppt" gegen eine Hochdruckmauer im Osten, dazwischen liegt in einer südlichen Luftströmung Deutschland, so dass das Wetter eine weiterhin wechselhafte Tendenz hat. Zudem wird es zum Monatswechsel zunehmend wahrscheinlicher, dass sich ein Tiefdruckzentrum über Skandinavien ausbilden kann, was der Anfang vom Ende der gestörten Zirkulation sein kann - teils mildes aber auch sehr abwechslungsreiches Westwetter ist zum Monatsende eine nicht unwahrscheinliche Option.

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