Die weitere Wetterentwicklung bleibt - trotz einer klar strukturierten Großwetterlage - weiterhin offen. So simuliert das amerikanische Wettermodell ein kräftige Südwestwetterlage, bei der die Temperaturen bei wechselhaften Wetter bis zum kommenden Wochenende auf +16/+23 Grad ansteigen können. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist es ebenfalls wechselhaft aber über Deutschland kann sich eine Grenzwetterlage mit kühlen +5/+10 Grad im Norden und +14/+19 Grad im Süden aufbauen. Warum im Grundsatz gleich und doch so verschieden? Das skandinavische Hochdrucksystem verlagert sich im Wochenverlauf nach Island und weiter nach Grönland, so wird der Weg über Skandinavien für ein kräftigen Tiefdruckkomplex frei, während sich vor Mitteleuropa ein Tiefdrucksystem "eingräbt" und zunächst für das warme "Vorderseitenwetter" sorgt. Es kommt nun ganz darauf an, wie sich das Hochdrucksystem bei Grönland im Verbund mit dem Hochdrucksystem über dem Mittelmeer verhalten wird. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so verlagert das Hoch seine Position zum 18./19. Oktober über Island und zum 20. Oktober wieder in Richtung Skandinavien, wird dann aber vom hohen Luftdruck über dem Mittelmeer "einverleibt", so dass die Tiefdruckausläufer und kalte Luftmassen von Deutschland bis zum 23./25. Oktober ferngehalten werden. Das europäische Wettermodell simuliert das Tief über Skandinavien deutlich südlicher, so dass dessen Einfluss auf das Wetter in den nördlichen Landesteilen größer als in den südlichen ist. Vereinfacht ausgedrückt wird der Süden mit dem Tief auf dem Atlantik mit warmen Luftmassen versorgt, während der Norden die kühlen Luftmassen aus Skandinavien abbekommt was letztlich als Grenzwetterlage bezeichnet werden kann, bei der es an der Grenze zu länger andauernden und teils intensiven Niederschlägen kommen kann. Wie lassen sich die unterschiedlichen Simulationen zusammenfassen? Anhand der Kontrollläufe ist das mit Wahrscheinlichkeiten gut möglich. So ist der Zeitraum zwischen dem 16./20. Oktober im Süden bei +12/+16 Grad relativ trocken, sonst bleibt bei +10/+15 Grad eine leicht wechselhafte Tendenz erhalten. Darüber hinaus steigt die Wahrscheinlichkeit für relativ warmes aber weiterhin wechselhaftes Wetter südlich der Linie Essen - Berlin. Nördlich dieser Linie geben selbst die Kontrollläufe keine Richtung an, was sich am Temperaturspektrum mit +7/+17 Grad recht gut erkennen lässt - im Mittel liegen die Werte bei rund +13 Grad. Darüber hinaus bleibt das Tief vor Mitteleuropa mit seiner wechselhaften aber warmen Südwestwetterlage wetterbestimmend, da sich das Tief bei Skandinavien in beiden Simulationen nach Osten hin ab drängen lässt.

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